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Expo 2021„Unterirdisch“: Wut über Reise der Roten Funken nach Dubai

Alaaf im Emirat: Die Roten Funken haben sich nach Dubai zur Manöverfahrt aufgemacht. Das sorgt für viele Begegnungen – aber auch für viele Anfeindungen und Kritik.

von Bastian Ebel (bas)

Die Roten Funken sind derzeit auf Reisen in der Golfregion. Ihr Ziel: Die Expo in Dubai und der kulturelle Austausch. Seit Freitag (27. November) sind Präsident Heinz-Günther Hunold und 121 weitere Mitreisende unterwegs.

„Eine tolle Atmosphäre“, sagt der Funken-Chef im Gespräch mit EXPRESS.de. „Wir sind von der Bundesregierung mit einem staatspolitischen Auftrag gebucht worden. Der Austausch hier vor Ort funktioniert. Hier trifft sich die Welt“, so Hunold.

Die Roten Funken bei einem Abendessen in Dubai

Bei einem gemeinsamen Abendessen tauschten sich Rote Funken und die Mitglieder eines arabischen Kulturvereins aus. eins

Am Samstag gab es dann einen Empfang bei einem Verein, der sich für den Austausch und die arabische Kultur einsetzt. „Ein beeindruckendes Treffen“, wie Hunold sagt. „Denn dort haben wir direkt auch über kritische Themen gesprochen. Zum Beispiel über die Rolle der Frau. Das sehen wir als Europäer anders, ganz klar.“

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Dubai: Rote Funken aus Köln auf Expo im Emirat

Deshalb sei es so wichtig, miteinander zu reden. „Auch die Araber bewegen sich, das spürt man. Es kommt eben darauf an, dass man freundlich seine Argumente austauscht.“ Das habe man übrigens auch bei den Frauen gemerkt. „Die Araberinnen lächeln und winken, wenn sie uns sehen.“ Auch am heutigen Montag (29. November) sind die Roten Funken auf dem Expo-Gelände unterwegs, Kölns Bürgermeisterin Henriette Reker ist ebenfalls vor Ort.

Unterdessen ist im heimischen Köln ein offener Streit über die Reise der Roten Funken ausgebrochen. In der Kritik steht die Manöver-Fahrt nicht nur wegen der Pandemie, sondern auch aufgrund der Menschenrechtslage in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Kurz nachdem der Traditionsverein seine Dubai-Reise auf Facebook einstellte, hagelte es auch schon massive Kritik.

Post von Christian Blüm

Der Post von Christian Blüm am Samstag (27. November) auf der Facebook-Seite der Roten Funken.

Allen voran Brings-Schlagzeuger Christian Blüm kommentierte: „Unterirdisch! Fahrt doch im Anschluss nach Katar“, empörte er sich. Man solle die Reise „Rote-Funken-scheiss-auf-Menschenrechte-Tour-2021“, nennen. Blüm weiter: „Ihr repräsentiert da nicht das rheinische Brauchtum! Dem fühle ich mich nämlich auch verpflichtet, Macht diesen Scheiß bitte unter eurem Label.“  Andere Kommentare gingen in dieselbe Richtung. 

Dazu Heinz-Günther Hunold: „Wir werden nach unserer Rückkehr mit Christian Blüm sprechen. Er darf eins nicht unterschätzen: Der erste Weg aus dem Konflikt beginnt mit Kommunikation. Wir sprechen diese Dinge hier auch an.“ Die überwiegende Mehrheit der Kommentatoren habe sich über diese Reise gefreut. „Außerdem war das bei unsern Besuchen in China, Kuba oder Brasilien auch nichts anderes." 

In Sachen Pandemie sei man in Dubai wesentlich weiter, als in Deutschland. „Die Inzidenz liegt bei zehn. Hier wird überall auf die Masken hingewiesen. Wir unterziehen uns täglich PCR-Tests. Es ist sehr sicher hier", so Funken-Sprecher Günter Ebert.