Am Samstag droht in Köln der Ausnahmezustand. Tausende Abtreibungsgegner treffen auf ebenso viele Gegner. Die Polizei bereitet sich auf einen Großeinsatz vor.
Demo-Alarm in KölnMarsch für das Leben und Gegenprotest – Polizei mit Großeinsatz

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Auf der Gegendemo (Archivfoto von 2025) zeigten Teilnehmer Transparente mit der Aufschrift „Wir sind keine Maschinen der Reproduktion“ und „Wir sind Frauen im Kampf für die Revolution“.
Demo-Alarm in der Kölner City: Gegner von Abtreibungen organisieren am Samstag (19. September) zeitgleich in der Domstadt und in Berlin den sogenannten „Marsch für das Leben“. Die Veranstaltung wendet sich explizit gegen Schwangerschaftsabbrüche sowie Leihmutterschaft und Sterbehilfe. Die Demonstrierenden verlangen einen besseren Schutz für ungeborenes Leben und mehr Hilfe für Frauen, die sich in einer Notlage befinden.
Der Protestzug startet um 13 Uhr am Neumarkt. Von dort aus bewegt er sich durch die City und kehrt für eine Abschlussveranstaltung zum Ausgangspunkt zurück. Organisiert wird das Ganze vom Bundesverband Lebensrecht (BVL) mit Sitz in Berlin, der Zuspruch von diversen Kirchenvertretern erhält. Die Kölner Polizei rechnet mit 3000 Demonstrierenden.
Gegenprotest formiert sich auf gleicher Route
Ebenfalls 3000 Personen werden zur Gegenveranstaltung erwartet. Initiiert wurde diese unter anderem vom Bündnis „Pro Choice“ und von „Pro Familia“. Der Gegenprotest ist für den Zeitraum von 11 bis 20 Uhr angesetzt – brisanterweise auf der identischen Wegstrecke wie der „Marsch für das Leben“.
Die Kölner Polizei appelliert daher an alle Bürgerinnen und Bürger, das Auto am Samstag stehen zu lassen oder die City ganz zu meiden. Es muss mit spontanen Straßensperrungen gerechnet werden. Die Lage wird zusätzlich dadurch verschärft, dass aufgrund der Eröffnungszeremonie der Kölner Oper auch ein Abschnitt der Nord-Süd-Fahrt gesperrt sein wird.
Die Stimmung ist angespannt, denn die Vergangenheit hat gezeigt, dass es am Rande des Marsches zu Konflikten zwischen den beiden Lagern kommen kann. In früheren Jahren kam es zu Blockaden und Ausschreitungen. Entsprechend massiv wird das Polizeiaufgebot an diesem Wochenende ausfallen (red).
