10

Update

Protest gegen AufrüstungKölner Kaserne blockiert – Straße stundenlang gesperrt

Aktualisiert:

Das Antikriegs-Bündnis „Rheinmetall entwaffnen“ hält seit Dienstag ein Protestcamp in Köln ab. Als spontane Aktion blockierten circa 140 Teilnehmer eine Kaserne. 

Mehr als 140 Demonstranten des Antikriegs-Bündnisses „Rheinmetall entwaffnen“ haben die Zufahrt zur Kölner Lüttich-Kaserne blockiert. Die Polizei sperrte nach eigenen Angaben benachbarte Straßenabschnitte ab.

Die nicht angezeigte Versammlung wurde wegen Verstößen gegen das Versammlungsgesetz aufgelöst, wie die Kölner Polizei am Mittag bekannt gab. 

Polizei Köln: Vermummung nicht abgelegt

„Die zum Teil vermummten Personen hatten zuvor die Zufahrt zu einer Bundeswehrliegenschaft an der Militärringstraße blockiert. Da die Teilnehmenden trotz mehrfacher Aufforderung, ihre Vermummung nicht ablegten und keine Versammlungsleitung erkennbar war, begannen die Einsatzkräfte die Versammlung gegen 11 Uhr aufzulösen“, so ein Polizeisprecher.

Es würden Strafverfahren wegen Verstößen gegen das Versammlungsgesetz eingeleitet. Die Teilnehmer der Blockadeaktion erhielten Platzverweise.

Die Demonstranten standen mit Transparenten vor dem Tor. Die Funktions- und Dienstfähigkeit der Kaserne wurde durch die Blockade aber nicht beeinträchtigt.

Wegen der Aktion war der Militärring ab etwa 9 Uhr zwischen der Mercator- und Neusser Landstraße gesperrt. Die Sperrung blieb bis zum Abschluss der polizeilichen Maßnahmen stundenlang aufrechterhalten. Erst am Abend wurde sie schließlich aufgehoben.

Protest gegen Kriege, Aufrüstung und die Rolle der Bundeswehr

Camille Dietrich, Sprecherin von „Rheinmetall entwaffnen“, sagte, die Aktion sei ein Signal gegen die Rolle der Bundeswehr im Prozess der immer stärkeren Aufrüstung. Es gebe zu wenige Lehrer, zu wenige Kindergartenplätze, zu wenige Frauenhäuser, weil das ganze Geld in die Rüstung fließe. Dagegen richte sich der Protest.

„Rheinmetall entwaffnen“ veranstaltet in Köln noch bis Sonntag ein Protestcamp mit mehreren hundert Teilnehmern. Teil des Programms sind auch mehrere Demonstrationen. (red/dpa)

Das Geisterhaus in Köln-Porz wurde abgerissen.
Gebäude von 1900
Kölner Geisterhaus weg – jetzt ist klar, was hinkommt