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50 Jahre Bläck Fööss Ralph Gusovius: Die wahre Geschichte von „Rut und Wiess”

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Die Idee zu „Rut und Wiess” kam Ralph „Gus” Gusovius im Urlaub auf Fuerteventura.

Köln – „Rut un Wiess“ (2004), ein Fööss-Klassiker, der zur richtigen Kölsch-Hymne wurde. Wann immer die Bläck Fööss den Song in den Festzelten spielen, gehen Feuerzeuge an, die Menschen schunkeln, verdrücken auch schon mal ein Tränchen. Dabei hat's Ralph „Gus“ Gusovius beim Texten und Komponieren nicht ganz so nett gemeint.

Gus stieß 1994 zu den Fööss, mitten im Krach um den Ausstieg von Tommy Engel. „Ich sah mich dort als Mediator, habe versucht, die Spannungen aus diesem Ehekrieg herauszuhalten.“ Das alles war auch nicht ganz so nett.

50 Jahre Bläck Fööss: Ralph Gusovius erzählt die Geschichte hinter „Rut und Wiess”

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Zum Song gab Gus einst eine bunte Erzählung: „Der Kölner an sich ist ja sehr sympathisch, aber er neigt eben auch zur Selbstverliebtheit und Selbstüberschätzung. Mir kommt da die Sage von dem Engländer in den Sinn, der das gefallene Empire verlässt. Der kommt nach Venedig, steckt den Finger in den Fluss, schmeckt ab und sagt: Salzig, das gehört uns.“

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Ralph Gusovius gibt bei Bläck Fööss den Takt vor.

Und der Link zu den Kölnern? Bitte sehr: „Den Kölnern ist alles egal, wenn sie die Farbkombination rot-weiß sehen. Dann sagen die: Dat is jot“, meint der Schlagzeuger: „Ich nehme mich da auch nicht aus, ich bin ja genauso. Toll ist eben, dass die Kölner nicht alles so ernst nehmen und auch über sich selbst lachen können.“

„Rut und Wiess”: Idee kam Bläck-Fööss-Schlagzeuger Ralph Gusovius auf Fuerteventura

Die Idee zu dem Song kam „Gus“ im Urlaub auf Fuerteventura. „Ich wollte mich nach der Session entspannen, da treffe ich auf einmal auf das Schnäuzer-Duo. Um Gottes Willen, hab' ich da gedacht. Da half nur weiter Karneval feiern. An der Costa Calma hängt ja das halbe Rheinland rum. Da musste ich nur ein paarmal den Strand auf und ab laufen, und schon war das Lied fertig.“

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Zurück in Deutschland spielte er seinen Kollegen den Song vor. „Ich war mir relativ sicher, dass der gut abgeht“, sagt Gus. Tat er auch. Die Plattenfirma Pavement nahm „Rut un Wiess“ auf den Sampler „Karneval der Stars“ und auch das damalige neue Fööss-Album wurde nach dem Lied benannt.

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