Jan Thielmann gibt sich im Trainingslager selbstkritisch. Für den Re-Start hat er keine persönlichen Ziele, der Teamerfolg steht über allem.
Interview im TrainingslagerThielmann: „Sind in eine Abwärtsspirale gekommen“
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Die Stimmung von Jan Thielmann passte am Sonntag zum Wetter im verregneten La Nucia. Der Youngster verspürte nach der Einheit am Vormittag offenbar wenig Lust, die Fragen der mitgereisten Journalisten zu beantworten.
Auf die berechtigte Frage, ob er sich erklären könne, warum der Mannschaft im Laufe der Vorrunde die Abläufe verloren gegangen sind, antwortete er knapp: „Nee.“
„Leider haben wir nicht schnell genug den Exit gefunden“
Dabei sollten er und seine Teamkollegen besser eine Antwort darauf haben, um wieder in die Spur zu finden. Immerhin zeigte er sich nach dem jüngsten Abwärtstrend auch selbstkritisch: „Wir haben es nicht überzeugend gespielt und sind in eine Abwärtsspirale gekommen. Leider haben wir nicht schnell genug den Exit gefunden.“
Dabei nahm er auch sich selbst in die Pflicht. Nach überzeugendem Start warf ihn eine Verletzung aus der Bahn. Seitdem ist er wieder auf der Suche nach der Topform. „Ich habe gut angefangen, dann war ich verletzt und bin mäßig gut wieder reingekommen. Inzwischen habe ich mich wieder stabilisiert. Ich bin relativ zufrieden, kann aber noch deutlich mehr“, sagt Thielmann.
Da hat er einen Punkt, der Welpenschutz bei ihm ist mittlerweile vorbei, Thielmann gehört schon zu den Arrivierten beim FC. Dementsprechend sind auch die Erwartungen an ihn gestiegen. Und die Erwartungen sind, dass er den nächsten Schritt macht.
Doch persönliche Ziele stellt er diese Saison hinten an, ihm geht es in der Rückserie nur um das große Ganze. „Was ich mir persönlich vornehme, spielt eher weniger eine Rolle. Wir haben 16 Punkte, hätten gerne mehr. Wir wollen das gemeinsame Ziel, das wir alle haben, schnellstmöglich erreichen“, sagt Thielmann.
Dafür soll am Samstag gegen den Abstiegskandidaten Heidenheim nach sechs sieglosen Spielen endlich mal wieder ein Dreier her. Thielmann fordert: „Sie stehen unter uns in der Tabelle, deswegen müssen wir ins Punkten kommen – zumindest ein Unentschieden und einen Sieg holen.“


