Jahmai Simpson-Pusey ist der erste Wintertransfer des 1. FC Köln. Der Youngster wird von Manchester City ausgeliehen. Star-Trainer Pep Guardiola ist voll des Lobes.
Jahmai Simpson-Pusey kommtDas sagt Pep Guardiola über Kölns neuen Verteidiger

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Jahmai Simpson-Pusey kam bei Manchester City unter Star-Trainer Pep Guardiola zu ersten Profi-Einsätzen.
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Jahmai Simpson-Pusey soll die Abwehr des 1. FC Köln verstärken. Der Youngster kommt zunächst auf Leihbasis von Manchester City in die Domstadt. Nach dem Medizincheck in Köln am Sonntag wird der 20 Jahre alte Engländer am Montagabend ins Trainingslager nach Spanien reisen und Dienstag erstmals mit seinen neuen Kollegen trainieren.
Der frühere U18-Nationalspieler Englands, der schon mit acht Jahren den Sprung in die Jugendakademie von Manchester City wagte, war Kapitän der U18 der Citizens und gewann mit der Mannschaft den Jugend-FA-Cup.
Jahmai Simpson-Pusey: Profi-Debüt unter Flutlicht mit Champions-League-Hymne
Im November 2024 schlug die große Stunde des Talents: Gleich zweimal hintereinander beförderte Star-Coach Pep Guardiola (54) den damals 19-Jährigen in die Startelf, der im Defensivbereich von zahlreichen Verletzungen geplagten „Skyblues“. Hinterher war Guardiola voll des Lobes über die Leistungen des Youngster. Und das, obwohl das Star-Ensemble des Katalanen dabei zweimal verlor.
Am 5. November 2024, einen Tag nach Simpson-Puseys 19. Geburtstag, feierte der englische Teenie sein Startelf-Debüt. Und das nicht etwa gegen einen unterklassigen Gegner im Pokal. Nein, für Simpson-Pusey ertönte gleich bei der Premiere die Champions-League-Hymne. Im Estádio José Alvalade ging es für den Youngster vor 47.453 Fans an der Seite der Superstars Erling Haaland, Bernardo Silva, Phil Foden und Mateo Kovacic auf den Platz.
Unter der Leitung des deutschen Schiedsrichters Daniel Siebert ging Simpson-Puseys Debüt ordentlich in die Hose. 1:4 hieß es am Ende aus Sicht von Manchester City. Sportings damaliger schwedischer Mittelstürmer Viktor Gyökeres, heute beim FC Arsenal unter Vertrag, schoss die Citizens mit drei Treffern dabei quasi im Alleingang ab.
Nur vier Tage später stand das Talent, von einigen englischen Medien gar „Wunderkind“ genannt, erneut in der Startelf. Dieses Mal in der Premier League in Brighton. Und wieder verlor Guardiolas Star-Ensemble, nun 1:2. Simpson-Pusey spielte durch, bildete mit dem früheren Leipzig-Star Josko Gvardiol die Innenverteidigung, außen komplettierten Nationalspieler Kyle Walker und U21-Nationalspieler Rico Henry die Viererkette.
Zwei Spiele, zwei Niederlagen. Für eine Mannschaft wie Manchester City mindestens ungewöhnlich. Und doch fiel das Urteil des Trainers über den Youngster, der über ein hervorragendes Aufbauspiel verfügt, positiv aus. Sehr positiv sogar: „Der Junge hat wirklich sehr gut gespielt. Seine Gelassenheit, seine Zweikämpfe ... alles war gut. Und es war nicht einfach für ihn. Normalerweise musst du jungen Spielern, die in die erste Mannschaft kommen, helfen. Mit Rodri auf der Sechs, mit einem fitten Kyle Walker auf rechts in der Viererkette. Aber das ging heute leider nicht“, sagte Guardiola nach dem 1:2 in Brighton.
„Er spielt auf einer komplizierten Position für junge Spieler, aber er hat es unfassbar gut gemacht. Wir haben einen Innenverteidiger in unseren Reihen, der uns in den kommenden Jahren helfen wird. Ich bin wirklich zufrieden. Aus schlechten Lagen entstehen manchmal positive Sachen – und das ist hier der Fall“, legte der Katalane nach.
So viel Lob von einem der erfolgreichsten Trainer der Historie, da ist die Welt-Karriere eigentlich schon vorgezeichnet. Eigentlich, denn bei Guardiolas Lobeshymnen auf die eigenen Spieler ist zu beachten, dass diese durchaus häufig mit Vorsicht zu genießen sind.
Legendär sein Ausspruch aus seiner Bayern-Zeit (2013 bis 2016): „Ich hätte gerne 1000 Dantes in meinem Team.“ Wenige Monate später wechselte der Brasilianer zum VfL Wolfsburg. Auch den damaligen Nachwuchsspieler Gianluca Gaudino, Sohn des früheren Nationalspielers Maurizio Gaudino, lobte er nach dessen Profi-Debüt über den grünen Klee und prophezeite ihm eine große Karriere. Heute spielt Gaudino mit 29 Jahren bei Alemannia Aachen in der 3. Liga.
Nach den zwei Startelfeinsätzen reichte es für Simpson-Pusey nur noch vereinzelt zu Kurzeinsätzen bei City, ehe das Abwehr-Talent im Sommer zum schottischen Topklub Celtic Glasgow verliehen wurde. Doch sein Arbeitsnachweis im „Paradise“, so der Spitzname des Celtic Parks in Glasgow, blieb übersichtlich: Simpson-Pusey wurde nur in einem einzigen Pflichtspiel beim 55-maligen schottischen Meister 63 Minuten lang eingesetzt.
City reagierte und brach die Leihe ab. Jetzt soll Simpson-Pusey in Köln zeigen, was er kann, Pep Guardiolas Meinung über ihn bestätigen. Und am besten dann beim FC bleiben: Die Geißböcke haben sich eine Kaufoption für den Verteidiger gesichert, ManCity seinerseits eine Rückkaufklausel.

