„Mit einem so cholerischen Menschen“ Ex-Trainer Günther Bosch über Boris Becker und die Trennung

Boris Becker und Günther Bosch stehen auf dem Tennisplatz. Becker lehnt sich auf das Netz, Bosch hält einen Schläger und einen Ball.

Am 15. September 1986 konnten sie noch zusammen lachen: Boris Becker (l.) und sein damaliger Trainer Günther Bosch.

Nach seinen ersten erfolgreichen Turnieren im Herren-Tennis trennte sich Boris Becker von seinem Trainer Günther Bosch. Doch nun erklärte Bosch, dass die Beziehung zu einer Frau zum Bruch geführt hatte.

„Ich brauche einen Trainer, der nicht Tag und Nacht auf mich aufpasst“, hatte Tennis-Profi Boris Becker (54) nach seinem unerwarteten Viertelfinal-Aus bei den Australien Open 1987 gesagt. Gemeint war sein damaliger Trainer Günther Bosch (84). 

Seinerzeit trennten sich der Leimener Becker und der gebürtige Rumäne Bosch. Scheinbar, weil sich Becker überbehütet fühlte. Nun räumte Bosch, Spitzname „Günzi“, damit auf und stellte klar: Der Grund für die Auflösung der Zusammenarbeit war eine junge Frau!

Günther Bosch: „Da hat er sich für sie entschieden“

36 Jahre nach dem größten Erfolg Beckers, dem Wimbledon-Sieg 1985 im Alter von gerade einmal 17 Jahren gegen den in Südafrika geborenen Kevin Curren (63), sprach Bosch über die Gründe des Zerwürfnisses. „Ich habe mich eigentlich von Boris getrennt, weil auch die Liebe zu einem Mädchen aus Monte Carlo im Spiel war“, erklärte Bosch im RTL-Interview.

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Die damalige Freundin von Boris Becker hieß Benedicte und war laut Bosch nicht sonderlich am Tennissport interessiert. Bosch wollte sie dennoch in das Training seines Schützlings einbinden und lud die junge Dame daher zu Lockerungsübungen ein. Nach 100 Metern habe sie aber schlappgemacht und sich geweigert, weiterzumachen. Sie verließ das Training – und Tennis-Profi Becker stapfte hinterher. 

Bosch weiter: „Und so kamen viele Dinge zustande, wo sie im Spiel war, und sie sagte: ‚Günzi  oder ich‘. Und da hat er sich für sie entschieden.“

Danach eskalierte der Streit, Bosch drohte damit, seinen Job als Beckers Trainer aufzugeben. Becker nahm das laut Bosch aber nicht ernst. Beide Männer fanden anschließend nicht mehr zueinander – und trennten sich dann tatsächlich.

Bis heute trägt Bosch eine Uhr, die er von Becker nach dem Wimbledon-Sieg geschenkt bekam. „Er hat mir eine Uhr geschenkt. Er hatte auch dieselbe Uhr und bis zum zweiten Wimbledon-Sieg auch getragen. Es ist eine Gravur Boris Becker, Ian Tiriac und Wimbledon 85. Er wird wahrscheinlich überrascht sein, wenn er das sehen wird, dass ich diese Uhr noch trage. Nach so vielen Jahren ist das noch mein Glücksbringer.“ Die Uhr hat für Bosch eine spezielle Bedeutung, denn Becker war ein schwieriger Mensch: „Das bedeutet einen sehr holprigen und schwierigen Weg, den man sich kaum vorstellen kann. Mit einem so extrovertierten, mit einem so cholerischen Menschen umzugehen. Ihn auf den Weg zu führen, zu diesem Erfolg.“

Boris Becker und Günther Bosch: Ist eine Versöhnung möglich?

Angesprochen auf die erfolgreiche Zeit zusammen mit Boris Becker sagte Bosch: „Man kann nie abschließen, weil es doch was Besonderes war. Und ich muss sehr langsam zugeben, dass es einen zweiten Boris nicht geben wird. Und das, was er mit 17 geleistet hat, sowieso nicht mehr.“

Sollte sich Becker jedoch noch mal auf Bosch zubewegen, um ihm die Friedenspfeife anzubieten, ist für den einstigen Star-Trainer klar: „Natürlich würde ich es annehmen.“

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