Für eine Medaille im Viererbob bei Olympia reichte es beim Schweizer Cédric Follador nicht, in Spanien war er immerhin der Gewinner der Herzen.
Anzügliche Aussprache im TVKommentatoren lachen über Olympia-Athleten
Während die Festspiele im Eiskanal die deutsche Medaillenbilanz entscheidend aufgehübscht haben, gehören Rodeln, Skeleton und Bob in Spanien nicht gerade zu den Nationalsportarten.
Rund um das Olympia-Finale im Viererbob der Männer rückte das Cortina Sliding Centre auf der Iberischen Halbinsel am Sonntag (22. Februar 2026) aber überraschend in den Fokus des TV-Publikums. Noch überraschender: Verantwortlich dafür war ein Schweizer.
Schweizer Bob-Pilot begeistert spanisches TV-Publikum
Cédric Follador (31) verpasste das Podium als Sechster zwar um vier Zehntelsekunden, war für viele aber der Gewinner des letzten Olympia-Tages. Entscheidend daran beteiligt waren die spanischen TV-Kommentatoren bei Eurosport.
Den Namen des Eidgenossen sprach das Duo um Kommentator Javier Rubio und Experte Ander Mirambell entsprechend der spanischen Aussprache-Regeln aus.
Wie auch bei „Mallorca“ wurde dabei aus dem Doppel-L ein gesprochenes J. Problematisch: So ausgesprochen bedeutet das Wort Follador in Spanien schlicht „Fi**er“.
Besonders kurios, dass beide von den benachbarten Kommentatorenboxen gleich mehrere anderslautende Aussprachen für den Namen mitbekamen, darunter auch die korrekte Betonung der Schweizer Kollegen.

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Der Schweizer Cédric Follador wurde Sechster im Olympia-Viererbob.
Dennoch wollten Rubio und Mirambell, selbst viermaliger Olympia-Teilnehmer im Skeleton, lieber bei ihrer Variante bleiben. Das alberne Kichern konnten sie sich dabei mehrfach nicht verkneifen.
Keine Zweifel ließen am Sonntag im Eiskanal derweil einmal mehr die deutschen Piloten offen: Johannes Lochner krönte seine Karriere mit dem Olympiasieg. Der 35-Jährige raste mit seinen Anschiebern Thorsten Margis, Jörn Wenzel und Georg Fleischhauer bei einem deutschen Doppelsieg souverän zu Gold und knüpfte an seinen Triumph im Zweier vor fünf Tagen an.
Der zweimalige Doppel-Olympiasieger Francesco Friedrich gewann Silber, Adam Ammour wurde Vierter hinter Folladors Schweizer Landsmann Michael Voigt. (bc/dpa)

