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Todes-Drama auf MallorcaRichter lockert Auflagen für Medusa-Betreiber

Gerichtshammer, österreichische Flagge, Allgemeine Bürgerliche Gesetzbuch

Copyright: IMAGO / Steinach

Gerichtshammer, österreichische Flagge, Allgemeine Bürgerliche Gesetzbuch

Nach dem Einsturz-Schock: Erleichterung für den Chef.

Was für eine Wende im Drama um den eingestürzten Medusa Beach Club in s’Arenal! Der Betreiber Christian A. bekommt von einem Richter in Palma spürbare Erleichterungen. Bei dem furchtbaren Unglück am 23. Mai 2024 starben vier Menschen, als die Terrasse des Clubs unvermittelt einstürzte. Ungefähr 15 weitere Gäste erlitten Verletzungen. Gegen den Geschäftsmann wird wegen vierfacher fahrlässiger Tötung und Körperverletzung ermittelt.

Die Pflicht, sich jeden Monat bei der Justiz zu melden, ist jetzt Geschichte. Diese Auflage wurde deutlich entspannt. Ein Gerichtsbeschluss vom 26. Juni 2024 ist entsprechend angepasst worden. In Zukunft muss Christian A. nur noch am ersten Tag jedes Quartals persönlich im Gericht aufkreuzen. Aber: Seinen Pass kriegt er nicht wieder, diese Anordnung hat weiter Bestand. Mitte November 2025 hatte der Unternehmer vor Gericht beteuert, er habe von Problemen bei Bauarbeiten 2013 und einem negativen Gebäude-Check nichts mitbekommen. Er sei davon ausgegangen, dass „alles korrekt“ gewesen sei. Das berichtet „Mallorca Zeitung“.

Christian A. betonte außerdem, dass ihn weder sein Ex-Geschäftspartner noch die Besitzer über die illegalen Bauarbeiten aufgeklärt hätten. Erst nach der Tragödie habe er davon Wind bekommen. Obendrein sei der Club vom Rathaus in Palma oft kontrolliert worden, jedoch nur wegen Lärmbelästigung und Sperrzeiten. Die Terrasse sei seit 2013 „von der Straße aus perfekt sichtbar“ gewesen. Bei seinem Termin vor Gericht zahlte er obendrein 250.000 Euro ein. Das Geld soll ohne Wenn und Aber an die Verletzten und die Hinterbliebenen der Toten gehen.

Rechtlich ist die ganze Sache ein Riesen-Wirrwarr, weil so viele Ausländer involviert sind, ein Großteil davon aus den Niederlanden. Polizei und Feuerwehr sagen: Ein Cocktail aus zu viel Gewicht und illegaler Nutzung war die Ursache für den Einsturz. Palmas Bürgermeister Jaime Martínez machte klar, dass es für die kaputte Dachterrasse niemals eine offizielle Erlaubnis gab. Bereits 2023 fiel eine Gebäudeüberprüfung negativ aus. Im Moment des Unglücks waren 21 Menschen auf der Terrasse – das war einfach zu viel. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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