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Chaos bei neuer FluglinieMallorca-Träume geplatzt, jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft

Bildschirm mit „Fischer Air“ durch Lupe betrachtet

Copyright: IMAGO / Hanno Bode

Bildschirm mit „Fischer Air“ durch Lupe betrachtet.

Dicker Ärger um Fischer Air! Der Traum vom Mallorca-Urlaub platzt für Hunderte. Jetzt ist der Chef im Visier der Justiz.

Die Luft wird dünn für Vaclav Fischer! Gegen den 71-jährigen Kopf hinter der Fluggesellschaft Fischer Air liegt eine Anzeige der Agentur für Arbeit vor. Und es kommt noch dicker: Die Staatsanwaltschaft in Hamburg hat gleich zwei Ermittlungsverfahren gegen den Geschäftsmann eingeleitet. Der schwere Verdacht: Fischer soll sich „durch Vorspiegelung falscher Tatsachen Kurzarbeitergeld und Sozialversicherungsbeiträge erhalten“ haben, „ohne dass ein Anspruch darauf bestand“. Auch der zweite Fall dreht sich laut einem Bericht der „Bild“ um Staatsgelder, die er sich erschlichen haben soll.

Doch was sagt der Beschuldigte selbst? Gegenüber der „Bild“ schlug Fischer alle Anschuldigungen in den Wind. Von den Ermittlungen wisse er nichts, er sei zur fraglichen Zeit nicht einmal in Hamburg gewesen. Das Branchenportal „Aviation Herald“ meldet, er wolle sich mit der Staatsanwaltschaft in Verbindung setzen. Ein Widerspruch? Denn die Behörden fahnden unterdessen nach dem Airline-Gründer. Das berichtet „Mallorca Magazin“.

Während sich die Schlinge um den Chef zuzieht, schauen die Kunden in die Röhre. Sie harren weiter auf die Erstattung ihres Geldes für die geplatzten Flüge, auch nach Mallorca. Die Verbraucherzentrale Hessen warnt inzwischen sogar und hat die Buchungs-Webseite von Fischer Air als unseriös gebrandmarkt. Völlig bizarr: Der Flughafen Kassel listet trotzdem noch Verbindungen mit der Airline auf – die erste bereits für den 28. Februar. Auf der Internetseite der Fluggesellschaft ist hingegen tote Hose, keine Buchungen sind mehr möglich. Dabei waren einst rund 210 Starts vom Airport in Hessen vorgesehen, der erste Flug nach Palma de Mallorca für den 28. März.

Gerade für den Flughafen Kassel-Calden ist das ganze Drama eine Katastrophe. Die neue Fluglinie Fischer Air galt als großer Hoffnungsschimmer für den Airport, der oft als „totester Airport Deutschlands“ verspottet wird. Das Potenzial wäre riesig: Er ist für bis zu 700.000 Fluggäste jährlich konzipiert. Die Realität sah 2024 aber düster aus, als nur knapp 83.000 Menschen von dort abflogen. Trotzdem verschlingt der Betrieb jeden Tag eine gewaltige Summe: Die Kosten belaufen sich auf rund 14.000 Euro – täglich. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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