Einsatz mit fatalen Folgen: Ein Mann kommt nach dem Gebrauch eines Tasers ums Leben.
Drama auf MallorcaMann stirbt nach Polizei-Einsatz mit Taser

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Einsatzfahrzeuge der Polizei mit Reflexstreifen.
Mallorca steht unter Schock nach einem furchtbaren Vorfall: Ein Vater von Kindern kam in Palma in der Nacht zum Donnerstag (19.2.) ums Leben. Zuvor wollte die Polizei ihn mit einem Elektroschocker bändigen. Ein Einsatz mit tragischem Ausgang.
Um etwa 4.15 Uhr am frühen Morgen alarmierte ein Anruf die Einsatzkräfte. In einer Wohnung tobte ein Mann, brüllte und zertrümmerte Gegenstände. Seine Kinder waren aus Furcht schon zu einem Nachbarn geflohen. Eine Patrouille der Nationalpolizei versuchte vor Ort, die Lage zu deeskalieren, doch der Mann ignorierte alle Aufforderungen. Ein Beamter griff daraufhin zum Taser. Unmittelbar danach erlitt der Mann einen Herz-Kreislauf-Stillstand. Die Polizisten starteten sofort eine Reanimation und alarmierten den Rettungsdienst, doch alle Bemühungen waren vergebens – der Mann verstarb. Das berichtet „Mallorca Zeitung“.
Die Mordkommission hat zusammen mit der Kriminaltechnik die Untersuchung des Falls aufgenommen. Im Fokus steht dabei die Frage, ob die Anwendung des Tasers rechtmäßig war und ob der Polizist die Situation richtig eingeschätzt hat.
Dieser tragische Vorfall rückt einen anderen Fall von möglicher Polizeigewalt in den Mittelpunkt, der gerade erst diese Woche vor Gericht landete. Seinerzeit wurden Polizisten wegen angeblicher häuslicher Gewalt zum Carrer Foners in Palma alarmiert. Berichten zufolge sollen sie dort mit Gummiknüppeln auf einen Mann eingeprügelt haben, sogar noch, als er sich schon im Polizeiauto befand. Wie sich später herausstellte, hatte seine Ehefrau den Notruf nur fingiert, um ihrem Mann einen Denkzettel zu verpassen.
Für den Mann fordert die Anklagebehörde in diesem Verfahren eine dreijährige Haftstrafe aufgrund von Körperverletzung, Sachbeschädigung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte. Er hatte sich seiner Festnahme widersetzt und im Polizeiwagen gewütet. Den involvierten Beamten könnten wegen übermäßiger Polizeigewalt jeweils elf Monate Gefängnis bevorstehen. (red)
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