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Kein BlablaHockey-Trainer wütet nach Peinlich-Pleite bei Olympia

Im Oi Hockey Stadium ließ Kais al Saadi Dampf ab nach der deutschen Niederlage gegen Südafrika.

Hockey-Bundestrainer Kais al Saadi spricht am 29. Juli 2021 beim Spiel in Tokio zwischen Deutschland und Südafrika auf seine Spieler ein.

Das war gar nix! Deutschlands Hockeyspieler hatten sich diesen Tag ganz anders vorgestellt. Gegen Südafrika sollte vorzeitig das Ticket für das Olympia-Viertelfinale gelöst werden. Stattdessen gab es eine peinliche 3:4-Niederlage. Jetzt steht das DHB-Team im Gruppenfinale gegen die Niederlande unter Druck.

Tokio. Kais al Saadi (44) kochte am Donnerstag (29. Juli 2021) vor Wut. „Mit so einem Gestolpere von A bis Z wird das natürlich nichts“, schimpfte der Bundestrainer nach der blamablen 3:4-Niederlage der deutschen Hockey-Männer. Statt sich wie geplant vorzeitig für die K.o.-Runde zu qualifizieren und angesichts fast unerträglicher Hitze ein paar Körner zu sparen, wird der Kampf um das Viertelfinale nun zur Zitterpartie.

„Wir brauchen jetzt klare ehrliche Worte. Da muss Tacheles gesprochen werden“, sagte al Saadi. Mit seinem Taktikbrett in der Hand und in vielen Einzelgesprächen begann der Coach noch auf dem Platz mit der Fehleranalyse. Mit Blick auf das entscheidende Gruppenspiel gegen den Rio-Olympiazweiten Niederlande am Freitag (30. Juli 2021, 13.45 Uhr MESZ/ZDF und Eurosport) forderte er eine Reaktion seiner Spieler und beschwor den Teamgeist.

Olympia-Pleite: Hockey-Bundestrainer Kais al Saadi mit deutlichen Worten

„Wir müssen jetzt zeigen, dass die mannschaftliche Geschlossenheit, die wir immer wieder herausstreichen, kein Blabla ist, sondern genau für diese Momente da ist“, sagte al Saadi. Nun gelte es „den Hass und die Wut“ mitzunehmen und „mit einer Top-Performance zu antworten“. Nach bislang zwei Siegen und zwei Niederlagen benötigt Deutschland für den sicheren Einzug in die Runde der letzten Acht im letzten Gruppenspiel ein Remis.

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Kapitän Tobias Hauke, der mit dem behäbigen Auftritt gegen das zuvor noch punktlose Südafrika natürlich auch ganz und gar nicht zufrieden war, beschwichtigte die aufgebrachten Gemüter. „Wir haben es noch in der eigenen Hand“, sagte der Goldmedaillen-Gewinner von London: „Es gehört zu unseren Stärken, dass wir es schaffen, innerhalb kürzester Zeit aufzustehen und zu zeigen, was wir können.“ Und al Saadi versprach: „Das Team wird zusammenstehen und füreinander durchs Feuer gehen. Davon bin ich absolut überzeugt.“

Bislang gleicht das Hockey-Turnier des Olympiasiegers von 2008 und 2012 einer Achterbahnfahrt. Dem 7:1 zum Auftakt gegen Kanada folgte eine 1:3-Niederlage gegen Weltmeister Belgien, dem 5:1 gegen den zweimaligen Olympiasieger Großbritannien nun die misslungene Vorstellung gegen Südafrika.

Hockey-Niederlage gegen Südafrika „nicht akzeptabel“

„Das ist nicht akzeptabel und tut total weh“, sagte Hauke nach dem erneuten Rückschlag in der Mittagshitze von Tokio. Bei Temperaturen weit über 30 Grad ging das deutsche Team durch die Treffer von Timm Alexander Herzbruch (8.), Lukas Windfeder (22.) und Constantin Staib (24.) zwar mit einer 3:2-Führung in die Pause, doch Südafrika drehte das Spiel. Der entscheidende Gegentreffer war symptomatisch: Zwölf Minuten vor dem Ende blockte Niklas Bosserhoff den Ball unglücklich ins eigene Tor. (sid)