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Sperre für Nationalspieler? Premier League: Klopp & Co. meckern über brasilianischen Verband

Jürgen Klopp gestikuliert an der Seitenlinie

Jürgen Klopp, hier beim Testspiel seines FC Liverpool am 29. Juli 2021 gegen Hertha BSC in Innsbruck, hat sein Unverständnis über das Vorgehen des brasilianischen Verbandes geäußert.

Aufgrund der britischen Corona-Reiseregeln blieben alle brasilianischen Nationalspieler der Premier League trotz Nominierung in England. Nachdem der brasilianische Verband diese Spieler nun sperren möchte, verstehen Klopp, Guardiola und Tuchel die Welt nicht mehr.

London. Seit mehreren Tagen bereiten Liverpool-Trainer Jürgen Klopp (54), City-Coach Pep Guardiola (50) und ihren Kollegen die Spielberechtigungen ihrer brasilianischen Spieler Sorgen. Grund dafür ist die jüngste Nationalmannschaftspause, bei der unter anderem mehrere ihrer Schützlinge nominiert wurden. Da die britischen Corona-Regeln eine Rückkehr aus Südamerika aber nur mit einer anschließenden Hotel-Quarantäne von zehn Tagen erlauben, ließen alle betreffenden Premier-League-Klubs ihre Profis nicht zu den WM-Qualifikationsspielen anreisen.

Das hatte nun zur Folge, dass der brasilianische Verband sich wehrte – und mehrere der betreffenden Spieler sperren möchte. Ob dies auch wirklich gelingt, scheint noch offen zu sein. Sogar so offen, dass nicht einmal die Trainer wissen, ob sie ihre Spieler am Wochenende aufstellen dürfen. Gut 24 Stunden vor dem Auswärtsspiel bei FA-Cup-Sieger Leicester City sagte beispielsweise Guardiola mit Blick auf Torwart Ederson (28) und Stürmer Gabriel Jesus (24) entgeistert: „Jetzt, um 13.35 Uhr, ist es unklar.“

Premier-League-Trainer hadern mit möglichen Sperren

Sichtlich irritiert erklärte der spanischen Star-Trainer außerdem: „Wenn sie (die Spieler) dorthin gereist wären, hätten sie wegen Quarantäne nicht spielen dürfen. Wenn sie es also getan hätten, um dann nicht in Brasilien spielen zu dürfen, dürfen sie nach ihrer Rückkehr zehn Tage lang nicht spielen“ und betonte: „Das macht keinen Sinn.“

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Zuvor hatte auch Liverpools Trainer Jürgen Klopp die Situation und den südamerikanischen Verband kritisiert. „Wir sollten nicht vergessen, dass die Nationalspieler diese Spiele spielen wollten. Die Klubs wollten sie auch lassen, aber es war einfach unmöglich“, betonte der Ex-BVB-Coach und fügte an: „Brasilien hat alle drei Spiele gewonnen, aber trotzdem gibt es eine Beschwerde bei der FIFA und uns wird gesagt, wir dürften die Spieler nicht einsetzen“.

Genauso wenig Verständnis wie seine Kollegen hat auch Champions-League-Sieger Thomas Tuchel (48), der womöglich auf Innenverteidiger Thiago Silva (36) verzichten muss. „Ich verstehe es nicht, denn es ergibt keinen Sinn, von welcher Seite aus man es betrachtet. Ergibt es Sinn für Brasilien? Nein. Ergibt es Sinn für uns? Nein!“, haderte der Chelsea-Coach.

Brasilianer mit zweierlei Strafmaß

Spielen darf hingegen der brasilianische Stürmer Richarlison (24) vom FC Everton. Hintergrund ist, dass der Premier-League-Klub dem Brasilianer die Teilnahme an den Olympischen Sommerspielen erlaubt hatte, obwohl der Verein nicht dazu verpflichtet war. Im Gegenzug dazu verzichtet der Verband nun offenbar auf eine Sperre des Stürmers.

Richarlison und Matheus Cunha beißen in ihre Goldmedaillen

Richarlison (l.) und Matheus Cunha (hier am 8. August 20021) posieren mit ihren Goldmedaillen bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio

Neben den Brasilianern werden aber auch noch andere südamerikanische Spieler am kommenden Spieltag fehlen. So teilte der Trainer von Tabellenführer Tottenham Hotspur, Nuno Espirito Santo (47), mit, dass die Argentinier Giovani Lo Celso (25) und Cristian Romero (23) sowie der Kolumbianer Davinson Sanchez (25) erst am 19. September nach London zurückkehren werden. Sie hielten sich derzeit mit einem Trainer in Kroatien fit. Damit umgehen die Spieler die Hotel-Quarantäne in Großbritannien. (dpa/job)

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