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Start-Crash und Premieren-Sieg Ferrari jubelt in Silverstone – erste Punkte für Mick Schumacher

Max Verstappen führt das Feld beim Formel-1-Rennen in Silverstone an

Großer Preis von Großbritannien am Sonntag (3. Juli 2022): Der zehnte Saisonlauf der Formel 1 hielt die Zuschauer von Beginn an in Atem.

Der Formel-1-Lauf in Silverstone hat die Zuschauer in Atem gehalten. Nach einem Horror-Crash gleich zu Beginn entwickelte sich ein spannendes Rennen – mit dem Premieren-Sieger Carlos Sainz im Ferrari.

Was für ein Wahnsinns-Rennen im „Home of British Motor Racing“. Ferrari-Pilot Carlos Sainz (27) entstieg dem Trümmerfeld von Silverstone als strahlender Sieger. Der erste Formel-1-Sieg für den Spanier in seinem 150. Rennen.

Dahinter Sergio Perez (32) und Lokalmatador Lewis Hamilton (37). Der lange führende Max Verstappen (24) verlor durch einen Red-Bull-Defekt den sicheren Sieg und rettete gegen Mick Schumacher (23) so eben Rang sieben ins Ziel. Doch der hart kritisierte Jungstar brach mit Rang acht im 31. Rennen endlich seinen Punktlos-Fluch.

Was für eine Erleichterung für Mick – und das ausgerechnet auf der Horrorpiste von Papa Michael (53). Und was für eine Genugtuung  nach der öffentlichen Kritik von Haas-Teamchef Günther Steiner (57) und dem Lenkrad-Pfusch im Qualifying. Nach der Zieldurchfahrt funkten ihm der Südtiroler und seine Mutter Corinna (53) Glückwünsche.

„Hat ja lange genug gedauert, die ersten Punkte hier zu kriegen“, sagte Mick lachend. „Es hat super Spaß gemacht. Es war ein fehlerfreies Rennen mit den richtigen Boxenstopps.“ Dass ihm Verstappen beim Zweikampf wenig Raum ließ, nahm er dem Kumpel nicht krumm. Aber Mick gab zu, dass Steiners Kritik nicht spurlos an ihm vorbeigegangen ist: „Der Druck war etwas höher als normal, aber ich hatte ja auch Fehler dabei. Wir sind ein Team und gewinnen und verlieren zusammen.“

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Formel 1 in Silverstone: Horror-Crash beim Start

Ausgelöst wurde das Chaos durch mehrere schwere Unfälle beim Start. Nach einer Berührung von George Russell (24, Mercedes) mit Pierre Gasly (26, Alpha Tauri) wurde der Alfa Romeo von Guanyu Zhou (23) ausgehebelt. Der Bolide überschlug sich ins Kiesbett, flog über die TecPro-Barriere in den Fangzaun und blieb dazwischen kopfüber liegen.

In der Folge krachte der an seinem 35. Geburtstag nur vom 18. Platz gestartete Sebastian Vettel dem stark bremsenden Alexander Albon (26) ins Heck, und der von der Bahn kreiselnde Williams traf den Alpha Tauri von Yuki Tsunoda (22).

Guanyu Zhou rutscht beim Rennen in Silverstone mit seinem Alfa Romeo kopfüber über die Strecke

Schlimme Szenen kurz nach dem Start: Alfa-Romeo-Pilot Guanyu Zhou flog beim Formel-1-Rennen in Silverstone am Sonntag (3. Juli 2022) spektakulär von der Strecke.

Russell sprang aus seinem Mercedes und rannte zu Zhou, der in seinem Wrack eingeklemmt war. Lange wusste man nicht, ob sich der Chinese verletzt hatte. Nach zehn bangen Minuten konnte Alfa-Teammanager Beat Zehnder (56) Entwarnung geben: „Es geht ihm gut. Er spricht und hat keine äußeren Verletzungen.“ Albon verletzte sich beim Einschlag in die Boxenmauer an den Händen und musste ins Krankenhaus.

Nach dem in der ursprünglichen Reihenfolge ausgeführten Re-Start überschlugen sich die Ereignisse weiter. Nach einem Fehler des von der Pole gestarteten Sainz übernahm Verstappen wieder die Führung, doch in der zwölften Runde überfuhr er ein Trümmerteil und fiel trotz sofortigem Reifenwechsel mit Abtriebsverlust weit zurück.

Als in der 39. Runde auch noch der Alpine von Esteban Ocon (25) liegen blieb, folgte das Safety-Car und die nächste Reifenwechsel-Orgie. Doch Ferrari ließ den führenden Charles Leclerc (24) draußen, sodass der Monegasse nach dem Re-Start von Sainz, Pérez und Hamilton aufgeschnupft werden konnte. Der nächste Schluderia-Patzer bei Leclerc, der es in den vergangenen fünf Rennen nicht mehr aufs Podium geschafft hat.

Mick Schumacher kämpfte sich an Haas-Kollege Kevin Magnussen (29) wieder auf Platz neun und dann an Sebastian Vettel (35) vorbei – am Ende lieferte er sich mit Verstappen noch einen heißen Fight um Rang sieben. Diesmal mit dem besseren Ende für den Weltmeister. Aber auch so herrschte beste Stimmung im Haas-Lager.

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