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Schumis Sohn in der Psycho-Falle Psychologin: „Diese große Last kann Mick Schumacher lähmen“

Mick Schumacher fährt sich mit der Hand durch die Haare.

Mick Schumacher, hier am 8. Mai 2022 in Miami, hat in Monaco seinen dritten schweren Unfall im siebten Saisonrennen gebaut.

Drei schwere Unfälle in sieben Rennen, der Druck auf Mick Schumacher wird immer größer. Was dieser Druck mit Schumis Sohn machen kann, erklärt die Kölner Psychologin Elke Eyckmanns gegenüber EXPRESS.de.

Der Druck ist immens auf Mick Schumacher (23) nach seinem dritten schweren Unfall in Monaco. Da ist der Druck von Haas-Teamchef Günther Steiner (57), der nach 28 erfolglosen Rennen endlich Punkte fordert und schon unverhohlen mit Rauswurf droht.

Da ist der Druck der Öffentlichkeit, die Mick zwangsläufig immer mit seinem Über-Vater Michael (53) vergleicht. Und den größten Druck macht er sich selbst, will er sich doch unbedingt seinen Traum vom Formel-1-Titel erfüllen.

Elke Eyckmanns über Mick Schumacher: „Sein Vater fährt immer im Nacken mit“

Fährt Mick Schumacher dadurch übermotiviert und macht deshalb diese Fehler? EXPRESS.de fragte am 31. Mai 2022 die Kölner Psychologin Elke Eyckmanns (51).

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Wie bewerten Sie Mick Schumachers Krise in der Formel 1 aus psychologischer Sicht?

Elke Eyckmanns: Dieser große äußere und innere Druck kann einen Menschen, auch einen Leistungssportler wie Mick Schumacher durchaus lähmen. Er ist ja nicht unbelastet, sondern wird immer mit seinem Vater verglichen – einer Legende in diesem Sport. Und bei diesem Vergleich kann er eigentlich nur verlieren. Wenn Mick im luftleeren Raum fahren und man nur seine Leistungen bewerten würde, könnte sich dieser junge Mann freier entwickeln. Aber die Umwelt vergleicht immer und macht viel kaputt. Sein Vater fährt immer im Nacken mit.

Einspruch. Mick wurde von der Öffentlichkeit ein Lehrjahr zugestanden, Experten sprachen sogar von „Welpenschutz“...

Eyckmanns: Aber genau das ist ja auch schon unecht. Mick und seine Leistung wird nie isoliert gesehen, sondern immer in Zusammenhang zum Vater gebracht. Er ist nie nur Mick, sondern immer der Sohn von...

Elke Eyckmanns: „Mick sollte sich davon abgrenzen, um ganz bei sich zu bleiben“

Das war bei Nico Rosberg auch so und der hat sich von seinem Vater emanzipiert und ist auch Weltmeister geworden.

Eyckmanns: Ja, aber bei Rosberg war trotzdem der Vater noch im Hintergrund aktiv und hat wichtige Tipps gegeben. Mick muss mit der Krankheit seines Vaters klarkommen, der ihm keine Hilfestellung mehr geben kann. Die ganze Familie ist durch den Unfall schwer belastet, und der Junge trägt diese Familiensituation mit sich. Er hat seine hohen Ansprüche an sich selbst und will seinen Vater stolz machen.

Wie bewerten Sie die Rolle von Mutter Corinna, die nach dem Schicksalsschlag Ihres Mannes nun diese schweren Unfälle Ihres Sohnes mitansehen muss?

Eyckmanns: Die Mutter ist in dem Fall mit Sicherheit ambivalent. Sie will ihrem Sohn dessen Wunsch, auch Formel 1 zu fahren, gönnen und wird ihn immer nach außen unterstützen. Aber trotz allen Vertrauens ist sie innen drin auch nur ein Mensch, der Angst um sein Kind hat, wenn es einen schweren Unfall hat. Das zu wissen, ist ebenfalls eine enorme Last auf Mick.

Welchen Rat würden Sie Mick als Psychologin geben?

Eyckmanns: Ich würde erstmal abklären, was ihn bewegt, wie er sich zu den Erwartungen der Umwelt positioniert. Dieser Vergleich zu einem Ideal macht es für einen Jungen, der sich noch finden muss, sehr schwer. Mick sollte sich davon abgrenzen, um ganz bei sich zu bleiben, dann wird ihn das selbst Erlernte auch auf den Erfolgsweg führen.

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