Rennen der Wahrheit Mick Schumachers Mutprobe auf Papas Horror-Piste Silverstone

Formel-1-Pilot Mick Schumacher mit Kappe bei einer PK in Silverstone.

Haas-Pilot Mick Schumacher bei der Pressekonferenz in Silverstone am 30. Juni 2022.

Platzt endlich der Knoten? Mick Schumacher will am Wochenende in Silverstone die ersten Formel-1-Punkte einfahren. Doch Vorsicht: Papa Michael hat keine guten Erinnerungen an die Strecke.

Die Uhr tickt für Mick Schumacher (23). Nach dem Fünf-Rennen-Ultimatum von Haas-Teamchef Günther Steiner (57) vor Montréal und dem dortigen Ferrari-Motorschaden bleiben dem Punktlos-Piloten noch Silverstone (Sonntag, 3. Juli 2022, 16 Uhr, RTL & Sky), Spielberg (10. Juli), Le Castellet (24. Juli) und Budapest (31. Juli), um sich für eine Vertragsverlängerung zu empfehlen.

Vier Rennen in einem Monat, eine echte Nervenprobe für Mick. „Das wird für alle im Team ein hartes Stück Arbeit. Jeder weiß, wie kräftezehrend ein GP-Wochenende ist, und so viele Rennen in so kurzer Zeit gehen an die Substanz. Du musst deine Kräfte klug einteilen und dir auch genügend Raum geben, um zwischendurch ein wenig runterzukommen“, sagt Mick.

Silverstone: Mick Schumacher muss liefern

Und den Start zu diesem Renn-Quartett bildet ausgerechnet Silverstone, die Horror-Piste seines Vaters Michael Schumacher (53), der sich bei seinem Beinbruch 1999 in der Stowe-Kurve dem Tode nahe gefühlt hatte.

Alles zum Thema Mick Schumacher
  • Formel 1 Mick Schumacher hofft noch auf neues Team: So schätzt Onkel Ralf seine Chancen ein
  • Überraschende Aussage Mick Schumacher kontert die Zweifel an ihm: „Ich bin bereit für Ferrari“
  • Formel-1-Wechseltheater Piastri darf zu McLaren wechseln – öffnet das Mick Schumacher die Tür?
  • Haas-Verhandlungen ausgesetzt Flüchtet Mick Schumacher zu anderem Rennstall? 
  • Alpine-Posse Formel 1 droht Rechtsstreit: Piastri flirtet mit – Schumacher gehen Optionen aus  
  • Formel 1 Wie einst Papa Michael: Vettel-Rücktritt beschert Mick Schumacher eine bittere Premiere
  • Formel 1 Vettel-Enttäuschung in Ungarn – dicke Pole-Überraschung und Verstappen-Wut
  • Stühlerücken in der Formel 1 Nach Rücktritt: Vettel bringt Mick Schumacher als Nachfolger ins Spiel
  • Formel 1 Neuer Haas-Zoff: altes Auto für Mick Schumacher – dem droht jetzt eine Strafe
  • Formel 1 Nächstes Ferrari-Desaster: Verstappen gewinnt dank Leclerc-Crash – Mick glücklos

Auch Mick erlebte im „Home of British Racing“ in den Nachwuchsklassen neben Pole-Positions und Siegen auch einige bittere Rückschläge. Bei seinem Formel-1-Debüt hier im Vorjahr klagte er über den Reifenabbau und musste sich sogar seinem russischen Teamkollegen Nikita Mazepin (23) geschlagen geben.

Doch Mick Schumacher geht mit Vorfreude in diese Mutprobe: „In diesem Jahr bin ich gespannt darauf zu erleben, wie sich grandiose Kurvenkombinationen wie Maggotts und Becketts mit diesem Flügelauto anfühlen. Ich gehe auch davon aus, dass die Autos weniger hüpfen auf den Geraden als auf einem welligen Kurs wie Baku.“

Haas-Teamchef Steiner sagte zuletzt zu den Vertragsgesprächen mit Mick: „Vor der Sommerpause werden wir die Gespräche nicht führen.“ Nach dem Großen Preis von Großbritannien stehen im Juli noch drei weitere Rennen (Österreich, Frankreich und Ungarn) an, ehe die Formel 1 Urlaub macht. Bis dahin sollte Schumacher besser die ersten WM-Punkte seiner Karriere eingefahren haben.

Chancen auf die ersten Punkte waren schon da. Wie zuletzt in Kanada, als Schumacher von Rang sechs aussichtsreich gestartet war, dann aber sein Ferrari-Motor ausfiel. Ob es jetzt besser läuft?

Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.