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Team lässt ihn im Stich Mick Schumacher strandet in Monza ganz hinten – Binotto kündigt Gespräche an

Mick Schumacher aus Deutschland vom Team Haas in Aktion.

Mick Schumacher am 10. September 2022 beim Qualifying der Formel 1 in Monza.

Am Samstag fand das Qualifying zum Italien-Rennen der Formel 1 statt. Mick Schumacher hatte keinen Grund zu Freude.

Was für ein Drama für Mick Schumacher (23) im Königlichen Park von Monza. Da kämpft der Sohn von Michael Schumacher (53) um seine Karriere, und dann lässt ihn sein Haas-Ferrari-Team schmählich im Stich.

Nach zig Defekten und kaum Trainingsrunden strandete Mick im Qualifying zum Italien-GP (Sonntag, 11. September 2022, 15 Uhr, Sky) auf dem letzten Platz. Nach den zwei verpatzten Reifenwechseln in Zandvoort schlug die Defekthexe zu.

Mick Schumacher muss einige Defekte hinnehmen

Nachdem Mick Schumacher im ersten Training sein Auto auf Ferrari-Wunsch dem italienischen Ersatzfahrer Antonio Giovinazzi (28) überlassen musste, konnte er im zweiten nur neun Runden fahren. Es mussten Motorteile getauscht werden, was ihn theoretisch 15 Startplätze gekostet hätte.

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Im dritten Training gab es Kupplungsprobleme, weshalb er erst kurz vor Schluss auf die Strecke konnte. Im Qualifying wurde er nach einem Verbremser nur Letzter. Doch Schumi junior stellte sich vors Team: „Das war sicher nicht optimal, aber die Pace bei den Longruns sah ganz gut aus.“

Er hofft auf ein Monza-Wunder: „Es war für meinen Vater eine sehr erfolgreiche Strecke, und ich habe hier meinen ersten richtigen Sieg in der Formel 2 gefeiert. Von daher hoffe ich, dass ich im Rennen noch etwas rausholen kann.“

Dafür sah Sky-Experte Timo Glock (40) wegen Schumachers auf High-Speed-Strecken lahmen Autos schwarz: „Da ist Haas nicht gut aufgestellt. Vielleicht kann sich Mick da hinten noch mit Sebastian Vettel duellieren, denn Aston Martin ist hier auch nicht gut aufgestellt.“

Der Ex-Weltmeister wurde im letzten Qualifying auf der Strecke seines ersten Sieges (2008) wegen Kühlungsproblemen im Aston Martin nur Viertletzter. „Ich hatte nur eine Runde, das hat mit Sicherheit nicht geholfen“, haderte Vettel, der sich für Sonntag auch nichts ausrechnet: „Wir sind einfach zu langsam.“

Pole Position in Monza für Charles Leclerc

Auf der Pole-Position steht am Sonntag Ferrari-Dauerpechvogel Charles Leclerc (24), der damit gute Chancen hat, seinen zweiten Monza-Sieg nach 2019 einzufahren und seine Sieglos-Serie von vier Rennen zu beenden. Vor allem, weil sich WM-Spitzenreiter Max Verstappen (24) und Red-Bull-Helfer Sergio Perez (32) nach Startplatzstrafen wegen des Einbaus neuer Motoren und Getriebeteilen erst nach vorne kämpfen müssen.

Dieses Schicksal teilen sie mit Rekordchampion Lewis Hamilton (37) und Leclerc-Adjudant Carlos Sainz (28). Für den in Zandvoort mit vermurksten Boxenstopps zur Verzweiflung getriebenen Spanier tut es Teamchef Mattia Binotto (52) leid: „Monza ist nicht die ideale Strecke, um von hinten loszufahren, aber Carlos kann hier trotzdem einige Punkte rausholen.“

Binotto kündigt Gespräch an mit Mick Schumacher

Für die vielen taktischen und technischen Fehler seiner Chaostruppe bekam Binotto Kritik von Ferrari-Oberboss John Elkann (46): „Wir haben gesehen, dass noch zu viele Fehler passieren, wenn es um die Zuverlässigkeit, das Fahren und die Strategie geht. Die Leistung aller muss sich steigern.“

Hat Binotto Angst vor dem Rauswurf? „Nein, ich mache mir keine Sorgen. Wir sind nicht perfekt, aber wenn ich mir das Team im Vergleich zu früheren Jahren anschaue, sind wir herausragend“, tönte der Italiener, weiß aber: „Wir haben die Verantwortung, uns zu verbessern.“

Das gelte im übrigen auch für Mick Schumacher. Dem gewährte Binotto nach den Haas-Pannen noch etwas mehr Zeit, sich für einen neuen Vertrag zu empfehlen: „In ein paar Rennen werden wir uns mit ihm und Haas zusammensetzen, um zu entscheiden, was das Beste für seine Zukunft ist.“

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