Ärger um Manöver mit Mick „Verarschen“ – Haas-Teamchef pfeift Mazepin nach Mecker-Vorfall zurück

Mick Schumacher (r.) und Nikita Mazepin unterhalten sich.

Mick Schumacher (r.) und Nikita Mazepin unterhalten sich am 15. Juli 2021 vor dem Grand Prix von Großbritannien in der Formel 1.

Nach holprigem Start macht Haas in der Formel 1 kleine aber kontinuierliche Fortschritte. Dennoch gibt es immer wieder Reibereien rund um Mick Schumacher und Teamkollege Nikita Mazepin.

Mexiko-City. Das Haas-Team mit den beiden Formel-1-Neulingen Mick Schumacher und Nikita Mazepin (beide 22) kommt einfach nicht zur Ruhe. Auch rund um das Mexiko-Rennen am Sonntag (7. November 2021) gab es wieder Reibereien auf der Strecke.

Teamchef Günther Steiner (56) wechselt regelmäßig zwischen Zuckerbrot und Peitsche. Er hält oft die schützende Hand über seine Piloten, weist die beiden Fahrer aber auch hin und wieder in die Schranken. Den Vorfall in Mexiko wollte er allerdings nicht zu hoch hängen und löschte den kleinen Brand mit einem schnellen Machtwort umgehend.

Formel 1: Nikita Mazepin tobt nach Team-Entscheidung

Was war passiert? Im Qualifying bat Mazepin darum, Mick Schumacher zu überholen, um freie Bahn für eine schnelle Runde zu haben. Weil vor dem Deutschen aber noch mehrere Fahrer unterwegs waren, gab der Haas-Kommandostand keine Freigabe für das Manöver. Mazepin wütete, fragte über Funk nach, ob das Team ihn „verarschen“ wolle.

Steiner ist allerdings überzeugt, dass Haas-Chefingenieur Ayao Komatsu richtig gehandelt habe. Denn anders als beim Qualifying der Formel 1 in Zandvoort, als Schumi junior umgekehrt die Erlaubnis zum Überholen in der Outlap erhalten hatte, sah Komatsu diesmal keinen Nutzen im Überholmanöver.

„Wir haben das ganze Feld unter Kontrolle, wir sehen sie alle vorne, und wir sehen, wie viele Autos vorne sind“, erklärte Steiner. Dieser Überblick fehle den Fahrern auf der Strecke naturgemäß, was auch Mazepins Ärger ausgelöst hatte.

Haas hofft in der Formel 1 auf Sprung nach vorne im Jahr 2022

Gleichzeitig kündigte Steiner an, dass die Teamführung auch in Zukunft die Entscheidungen treffen werde – und die Fahrer mit der Zeit einsehen dürften, dass der Kommandostand den besten Überblick besitzt und entsprechend entscheiden kann.

Mit der rein sportlichen Entwicklung ist Günther Steiner bei Mick und Mazepin ohnehin zufrieden, zumal die ganz großen Sprünge bei Haas erst im kommenden Jahr mit verbessertem Auto eingeplant sind. „Ich kann es nicht erwarten, dass 2022 kommt, muss ich sagen. Das weiß jeder schon lange“, bemühte sich Steiner auch in Mexiko gar nicht erst, seine Vorfreude auf das kommende Jahr zu verbergen. (bc)

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