Formel 1 Hamilton profitiert von Strafe, Ralf Schumacher poltert: „Armutszeugnis“

Lewis Hamilton fährt am 4. Juli im Rennen der Formel 1 in Spielberg vor Lando Norris.

Lewis Hamilton fährt am 4. Juli im Rennen der Formel 1 in Spielberg vor Lando Norris.

Spielberg. Hochspannung in der Formel 1 beim Grand Prix von Österreich am Sonntag (4. Juli). Hinter dem ungefährdeten Sieger Max Verstappen (23) entwickelte sich im Red-Bull-Heimrennen ein abwechslungsreicher Nachmittag.

Der überraschend starke Lando Norris (21) kämpfte zunächst verbissen um Rang zwei, erhielt dann für ein hartes Manöver gegen Sergio Pérez (31) aber eine Fünf-Sekunden-Strafe und ließ den hinter ihm lauernden Lewis Hamilton (36) ziehen.

Im weiteren Rennverlauf blieb es dann aber spannend. Während Verstappen seinen dritten Sieg binnen 15 Tagen sicher nach Hause fuhr, wurde Hamilton zurückgeworfen, Norris stürmte noch aufs Podium.

Formel 1 in Österreich: Max Verstappen hält Führung, Lewis Hamilton rückt vor

Alles zum Thema Lewis Hamilton
  • „Völlig neuer Blick aufs Leben“ Lewis Hamiltons atemberaubende Afrika-Reise zu seinen Wurzeln 
  • Neuer Mercedes-Vertrag? Lewis Hamiltons Endziel: Fahren bis zum Rekord von Michael Schumacher
  • Formel 1 Red-Bull-Chef Horner enthüllt: Hamilton wollte Teamkollege von Sebastian Vettel werden
  • Formel 1 Rennen in Ungarn: Verstappen gewinnt vor Hamilton, Ferrari mit schwarzem Wochenende
  • Formel 1 live Österreich-Rennen im Ticker: Ferraris jagen Verstappen – wieder Punkte für Mick?
  • Formel 1 Klima-Aktivisten stürmten Strecke in Silverstone – sechs Personen vor Gericht angeklagt
  • Entgleisung gegen Hamilton Verstappen verteidigt Schwiegervater Piquet nach Eklat
  • Ex-Weltmeister beleidigte Hamilton Nelson Piquet reagiert auf Schock-Video: „Übersetzung nicht korrekt“
  • Formel 1 Sechster Saisonsieg: Verstappen dominant in Kanada – Hamilton überrascht
  • Formel 1 Wegen Hoppel-Autos: Kölner Sportwissenschaftler warnt vor frühzeitigem Kariereende

Beim Start gab es zunächst keine Änderungen, alle Fahrer kamen sauber durch. Im Laufe der ersten Runde gab es dann allerdings das Aus für Esteban Ocon (24) und in dessen Folge erste Schleifen hinter dem Safety Car.

Beim erneuten Start in Runde vier wurde es dann erstmals hektisch. Pérez und Norris duellierten sich, der Mexikaner flog anschließend leicht von der Strecke ab und sortierte sich als Zehnter wieder im Feld ein. Lewis Hamilton war der große Gewinner des Scharmützels und rückte auf Rang drei vor, nach rund 20 Runden ließ ihn dann Norris passieren.

Die Strafe gegen den McLaren-Piloten wurde dabei heiß diskutiert: „Ich hasse diese Regel. Das hat nichts mit Rennfahren zu tun“, polterte Sky-Experte Ralf Schumacher (46), der von einem „Armutszeugnis“ sprach: „Fünf Sekunden waren es auf jeden Fall nicht wert.“

Lewis Hamilton fällt mit Problemen zurück, Max Verstappen souverän vorne

In Bedrängnis konnte Hamilton den WM-Führenden Verstappen im Rennen nicht bringen. Vielmehr fiel der Weltmeister mit technischen Problemen zu Beginn des finalen Renn-Drittels zurück. Sekunde um Sekunde büßte Hamilton ein, musste sich sogar von Teamkollege Valtteri Bottas (31) überholen lassen.

Auch der starke Norris, der sich nach seiner Strafe zurück nach vorne gekämpft hatte, nutzte die Chance und ging an seinem Landsmann vorbei, der als Vierter in die Box ging und seinen Platz hinter dem Podium anschließend immerhin halten konnte.

Formel 1 in Österreich: Sebastian Vettel rückt vor, Mick Schumacher Vorletzter

Für Sebastian Vettel (34), der nach einer Strafe beim Qualifying von Platz acht auf elf strafversetzt wurde, liefen die ersten Runden erfolgreich. Der Vierfach-Weltmeister holte sich seinen achten Platz nach den ersten zehn Runden zurück.

Vettel fiel im weiteren Verlauf aber wieder auf Rang 13 zurück und wurde in der letzten Runde sogar noch von Kimi Räikkönen (41) abgeschossen. Das bedeutete Platz 17 am Ende.

Mick Schumacher (22) blieb wie schon beim Start Vorletzter, rückte nur durch den Ausfall von Ocon einen Platz nach vorne auf 18 (bc)

Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.