Budget reicht nicht Rennsport-Hoffnung David Beckmann muss Formel 2 verlassen

Motorsport: Formel-1-Weltmeisterschaft, Grand Prix von Bahrain, Formel 2 Rennen. David Beckmann (vorn) vom Team Charouz Racing System auf der Strecke. +++ dpa-Bildfunk +++

David Beckmann (hier am 28. März) steigt aus der Formel 2 aus.

David Beckmann galt neben Mick Schumacher als die neue deutsche Formel-1-Hoffnung. Doch der Jung-Pilot muss nun in der Formel 2 aufgeben.

Hagen. Eines der größten deutschen Motorsport-Talente ist vorerst an den hohen Kosten im Nachwuchsbereich gescheitert: Rennfahrer David Beckmann (21) muss sein Jahr in der Formel 2 schon zur Saisonhalbzeit wegen fehlender finanzieller Unterstützung beenden. Das teilte Beckmann am Mittwoch (1. September) via Instagram mit. Er könne bei den verbleibenden vier Rennwochenenden nicht mehr für sein tschechisches Charouz-Team antreten, erklärte er.

Formel 2: David Beckmann muss aussteigen

„Motorsport ist hart. Wenn du nicht den finanziellen Background hast, ist es fast unmöglich, viel zu erreichen“, sagte Beckmann: „Es gab keine Probleme zwischen dem Rennstall und mir, die Formel 2 ist einfach sehr teuer. Ich dachte zu Beginn des Jahres, dass ich ein anderes Budget zur Verfügung hätte, das hat sich aber sehr geändert.“

Charouz befördert nun den Brasilianer Enzo Fittipaldi (20) aus dem Formel-3-Team, der Enkel des zweimaligen Formel-1-Weltmeisters Emerson Fittipaldi (74) ersetzt Beckmann im Unterbau der Königsklasse. Die nächsten Rennen stehen am 11./12. September in Monza an.

David Beckmann will weiter im Motorsport bleiben

„Ich wäre gerne weiterhin gefahren“, sagte Beckmann: „Aber ich verstehe auch Charouz, dass sie auf einen anderen Fahrer setzen, weil ich nicht mehr zahlen kann.“ Für den Hagener ist es wenige Monate nach seinem Aufstieg in die Formel 2 ein schwerer Rückschlag, er hofft dennoch auf eine Fortsetzung seiner Karriere.

„Ich schaue, was möglich ist“, sagte er: „Ich werde mich auf andere Serien konzentrieren, ich will auf jeden Fall im Rennsport bleiben. Ich höre jetzt nicht auf, gehe aber einen anderen Weg.“

Beckmann war im vergangenen Jahr in der Formel 3 lange um den Titel mitgefahren und sicherte sich dann einen Platz in der Formel 2. Dort fuhr er gleich in seinem ersten Rennen in Bahrain aufs Podest, im Laufe der Saison war dann ein zweiter Platz in Baku sein bestes Ergebnis. Für Charouz holte er sämtliche 25 Meisterschaftspunkte, sein Teamkollege Guilherme Samaia (Brasilien/24) blieb ohne Zählbares. (sid)

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