Skurrilster Afrika-Cup-Moment für Skhiri Schiedsrichter erklärt, warum er viel zu früh abgepfiffen hat

Der Blick auf die Uhr: Tunesien protestiert beim Schiedsrichter.

Tunesiens Trainer Mondher Kebaier protestiert bei Schiri Janny Sikazwe nach dem Abpfiff am 12. Januar 2022.

Es waren irre Szene beim Vorrundenspiel des Afrika Cup zwischen Tunesien und Mali: Der Schiedsrichter Janni Sikazwe pfiff zweimal zu früh ab. Jetzt spricht er über die Gründe.

Enttäuscht kehrte Ellyes Skhiri vom Afrika Cup zurück. Gegen Burkina Faso kam das Aus im Viertelfinale, der Traum vom Sieg mit der tunesischen Nationalelf erfüllte sich für den in Frankreich geborenen und aufgewachsenen Star des 1. FC Köln nicht.

In Erinnerung wird ihm vor allem eine Posse in der Vorrunde bleiben. Da hatte Schiri Janny Sikazwe (42) aus Sambia  unfreiwillig Berühmtheit erlangt, weil er das Vorrunden-Spiel zwischen Tunesien und Mali (0:1) am 12. Januar 2022 gleich zweimal zu früh abgepfiffen hatte.

Schiri Sikazwe spricht über seine Verwirrung

Ein Hitzschlag sei der Grund für seine Aussetzer gewesen, erklärte der Fußball-Referee nun der französischen Sportzeitung „L'Equipe“. „Ich war verwirrt und habe nichts gemerkt. Ich hörte meine Assistenten nicht mehr, die mir sagten, dass sie versucht hätten, mich zu erreichen, mir zu helfen, weil sie sahen, dass etwas nicht stimmte“, sagte Sikazwe.

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Im Krankenhaus habe er eine Reihe von Untersuchungen, Bluttests, Herz- und Ultraschalluntersuchungen machen lassen. „Sie nannten es Hitzschlag, aber es hätte auch viel schlimmer ausgehen können. Innerhalb von fünf Minuten hätte ich ins Koma fallen können, sagten sie mir im Krankenhaus. Ich hätte in einem Sarg zurückkehren können“, meinte Sikazwe.

Schiri Sikazwe pfiff zweimal zu früh ab

Der erfahrene Schiedsrichter, der bei der Weltmeisterschaft 2018 zwei Spiele leitete, hatte das Spiel bereits nach 85:06 Minuten erstmals abgepfiffen. Nach Protesten ließ er dann weiterspielen - und beendete nach 89:45 Minuten endgültig die Partie.

Dabei hätte nach einer Roten Karte für Mali und einer langen Spielunterbrechung eigentlich noch eine lange Nachspielzeit angestanden. In den Katakomben später hieß es auch plötzlich, die Teams sollten die restlichen Minuten noch spielen, aber die Tunesier kamen nicht mehr aus der Kabine.

Der Referee war da schon völlig dehydriert auf dem Weg ins Krankenhaus. Nun lieferte er die Erklärung für seine Desorientierung. Sikazwe ist inzwischen auf dem Weg der Besserung. Tunesien kam trotz der Niederlage weiter, wenig später aber platzte der Final-Traum von FC-Profi Ellyes Skhiri. (ach/dpa)

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