„15 bis 20 Transfers“ Werder Bremen plant kurz vor Saisonstart noch mit Mega-Umbruch

Markus Anfang gibt im Testspiel von Werder Bremen bei Feyenoord Rotterdam Anweisungen am Spielfeldrand.

Markus Anfang gibt im Testspiel von Werder Bremen bei Feyenoord Rotterdam am 17. Juli Anweisungen am Spielfeldrand.

Für Werder Bremen geht am 24. Juli die Zweitliga-Saison los, doch noch immer bleibt der große Umbruch im Kader aus. Trainer Markus Anfang stehen noch bis zu 20 Änderungen in der Mannschaft bevor, allerdings kommt der Transfermarkt nur langsam in Gang.

Bremen. Die Vorbereitung auf die erste Spielzeit in der 2. Bundesliga seit 41 Jahren bereitet Werder Bremen eine Woche vor Saisonbeginn gewaltiges Kopfzerbrechen.

Beim Doppel-Test am Samstag (17. Juli) bei Feyenoord Rotterdam (3:3 und 1:2) zeigten sich vor dem Auftakt gegen Hannover 96 (24. Juli, 20.30 Uhr) neben defensiven Schwächen auch einige gute Ansätze, doch besonders abseits des Platzes gibt es noch eine Menge zu tun.

Sportchef Frank Baumann (45), nach dem Bundesliga-Abstieg massiv in der Kritik, sieht noch etliche Veränderungen auf die Mannschaft zukommen. Zwischen Zugängen, Abgängen und Leihgeschäften rechne er noch mit „15 bis 20 Transfers bis zum 31. August“, ehe das Transferfenster bis Jahresende schließt.

Werder Bremen drohen noch viele Änderungen am Kader

Für Trainer Markus Anfang (47) bedeutet Baumanns Transfer-Eingeständnis vor allem eines: Ungewissheit. Noch immer sind die Abgänge mehrerer Stammspieler möglich und vor allem nötig, um dringend benötigtes Geld in die klammen Kassen zu spülen.

„Wir müssen da durch, dass wir uns jetzt nicht darauf konzentrieren können, eine Mannschaft einzuspielen, weil wir am Ende nicht wissen, wie die Situation sich entwickelt“, hatte der neue Coach zuletzt bereits gesagt.

Jean-Manuel Mbom kommt im Testspiel gegen Feyenoord Rotterdam im Zweikampf zu Fall.

Jean-Manuel Mbom kommt im Testspiel gegen Feyenoord Rotterdam zu Fall. Ein Sinnbild für die in vielen Bereichen noch holprige Zweitliga-Vorbereitung bei Werder Bremen?

Nach der EM 2021, die am 11. Juli zu Ende ging, kommt der Transfermarkt erst jetzt richtig in Gang. Spieler, bei denen Werder auf eine Ablöse hofft, könnten daher auch noch Wochen nach Saisonbeginn eine Lücke reißen – die es dann kurzfristig zu schließen gilt.

Nur Milot Rashica brachte Werder Bremen Millionen-Einnahmen

Bislang brachte lediglich der Wechsel von Milot Rashica für 11 Millionen Euro zu Norwich City nennenswerte Einnahmen. Zu wenig für die nicht erst seit Corona stark gebeutelten Bremer.

Gerüchte gibt es aktuell noch um Sturm-Talent Josh Sargent (21), der zuletzt mit mehreren Bundesliga-Klubs in Verbindung gebracht wurde. Ludwig Augustinsson (27) machte mit einer starken EM mit Schweden auf sich aufmerksam, auch um Innenverteidiger Milos Veljkovic (25) ranken sich immer wieder Gerüchte.

Einen Teil der möglichen Einnahmen wollen die Bremer außerdem in Zugänge investieren, die besonders auf den Außenbahnen noch dringend gesucht werden. Die bisherigen Neuzugänge, darunter die Innenverteidiger Anthony Jung (29), Nicolai Rapp (24) und Lukas Mai (21), sind allesamt im Defensivbereich eingeplant, für die Offensive blieben frische Kräfte gänzlich aus.

Während die Zweitliga-Konkurrenz um Schalke 04 (zehn Neuzugänge) und den Hamburger SV (sechs Verpflichtungen) trotz ähnlich schwerer Bedingungen bereits wichtige Planstellen besetzte, steht der wichtige Schritt in Bremen noch bevor. Ob das Spiel mit der Zeit aufgeht, dürfte sich schon in den ersten Zweitliga-Wochen zeigen. (bc)

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