Abo

„Schreckliche Zeit“Volker Struth verrät: Ein FC-Abgang machte ihm das Leben schwer

Berater Volker Struth ist bekannt für große Deals rund um Star-Klienten wie Toni Kroos oder Julian Nagelsmann. In einem Podcast sprach er aber auch über die schweren Seiten seines Berufs.

Fast sein gesamtes Fußballer-Leben verbrachte Timo Horn (32) beim 1. FC Köln, schaffte in 21 Jahren den Sprung vom Torwart-Knirps zum langjährigen Bundesliga-Keeper. 2023 trennten sich nach der Ablösung als Nummer eins allerdings die Wege.

Während der FC in Marvin Schwäbe (30) den Horn-Nachfolger in den eigenen Reihen hatte, begann für das Eigengewächs eine quälende Zeit der Vereinslosigkeit. Ein halbes Jahr lang suchte Berater Volker Struth (59) nach einem neuen Arbeitgeber für seinen Schützling. Über die schwere Zeit sprach er jetzt so deutlich wie nie.

Timo Horn 2023 ein halbes Jahr vereinslos

Im Podcast „Phrasenmäher“ verriet Struth: „Für mich war es immer das Schlimmste, einen arbeitslosen Spieler zu haben. Der letzte Spieler, den ich selbst betreut habe, war Timo Horn. Das war eine ganz schreckliche Zeit.“

Während sich das Rad im Profi-Fußball einfach weiterdrehte, war Horn nach vielen Jahren plötzlich komplett raus – und hatte mit zunehmender Zeit spürbar zu kämpfen. 

Im Sommer nach dem Abschied aus Köln lehnte Horn noch mehrere Anfragen ab, für die er sich laut Aussagen in einem „Kicker“-Interview nur schwer habe motivieren können. Als die Saison dann lief, wuchs die innere Unruhe beim Keeper, der rückblickend sagte: „Es war eine schwierige Zeit für mich und meine Familie.“

Auch Struth berichtete von der schwersten Zeit der Zusammenarbeit: „Diesen Namen auf dem Display zu sehen, der sagt ja nicht immer: Was isst denn du gerade?“. Stattdessen habe Horn voller Tatendrang immer wieder wissen wollen: „Hast du was gehört? Gibt es was Neues? Das ist ganz schrecklich.“

Timo Horn wird von Christian Keller beim 1. FC Köln verabschiedet.

Copyright: Herbert Bucco

Timo Horn bei seinem FC-Abschied im Mai 2023.

Nach der komplizierten Zeit folgte zu Beginn des Jahres 2023 die Erlösung: Horn unterschrieb in Österreich bei Red Bull Salzburg, ein halbes Jahr später ging es zurück nach Deutschland zum VfL Bochum.

An der Castroper Straße ist der eigentlich als Ersatzkann verpflichtete Kölner längst Stammkraft und eine verlässliche Größe in der 2. Bundesliga. Über seine Rolle als Führungsspieler, der inzwischen auch die negativen Seiten des Geschäfts kennengelernt hat, sagte Horn zuletzt: „Ich versuche, mit meinem Erfahrungsschatz zu helfen.“

Christoph Kramer bei seinem Job als TV-Experte bei einem Spiel von Bayer Leverkusen.

Bayer nach Nullnummer weiter

Kramer ätzt nach Leverkusen-Spiel: „Große Sch***e“