Schiri-Legende Urs Meier teilt kräftig gegen die Bundesliga-Unparteiischen aus.
„Noch nie Fußball gespielt“Ex-Schiri wütet nach Elfer-Chaos über Kölner Keller

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Fußballspieler Joshua Kimmich, Harry Kane und Schiedsrichter Harm Osmers.
Was für ein Zoff am Bundesliga-Samstag! Für mächtig Zündstoff sorgten gleich eine ganze Reihe von umstrittenen Strafstoß-Pfiffen. Im Mittelpunkt des Geschehens: die Partie zwischen dem FC Bayern und dem Hamburger SV, die 2:2 endete.
Aber der frühere Fifa-Referee Urs Meier sieht den wahren Aufreger nicht im verhängten Strafstoß, sondern in einer ganz anderen Situation, die einfach durchgewunken wurde. Schon früh in der Begegnung gerieten Luka Vušković und Harry Kane aneinander. Meiers Urteil ist unmissverständlich: Der Abwehrmann des HSV hätte zwingend Rot sehen müssen! Seine Begründung: Er foulte Kane als letzter Verteidiger und verhinderte so eine hundertprozentige Tor-Möglichkeit.
Urs Meier: „Dann können wir mit dem Fußball aufhören“
Die Münchner machten ihrem Ärger über den Unparteiischen Harm Osmers nach der Partie ebenfalls ordentlich Luft. Ein Streitpunkt war der Elfmeter, der gegen Joshua Kimmich nach einer leichten Berührung mit Nicolai Remberg verhängt wurde. Doch Meier schätzt die Situation komplett anders ein. Er findet, der Pfiff sei vertretbar, weil Kimmichs Aktion eindeutig dem Gegenspieler und nicht dem Spielgerät galt. Das sagt er im Gespräch mit „www.ran.de“.
Der Schweizer Fachmann wird sogar noch deutlicher, als es um eine Situation beim 2:1-Erfolg des FC Augsburg über St. Pauli geht. Referee Sascha Stegemann zeigte auf den Punkt, nachdem Augsburgs Verteidiger Marius Wolf erst die Kugel klärte und anschließend Manolis Salijakis am Fußgelenk erwischte. Für Meier ein glasklarer Fehler des Schiedsrichters. Er poltert: „Wenn das ein Foul ist, dann können wir mit dem Fußball aufhören.“ Er moniert heftig, dass sich der Video-Assistent (VAR) in diesem Fall nicht eingeschaltet hat. Meier stellt die provokante Frage, ob in der Kölner Zentrale jemand sitzt, der „noch nie Fußball gespielt“ hat.
Doch die Verwirrung war damit nicht vorbei! Beim 2:1-Triumph von Mainz in Leipzig fällte Referee Daniel Schlager ebenfalls eine höchst fragwürdige Strafstoß-Entscheidung. Nach einem Duell von David Raum mit Phillip Tietz gab es den Pfiff. Meier sieht darin ein weiteres Beispiel für mangelndes Spielverständnis. Er argumentiert, es handle sich vielmehr um ein Offensivfoul, weil Tietz bewusst sein Bein hineinstellt, ohne Aussicht auf den Ball. Nach seiner Ansicht hätte auch hier der VAR umgehend eingreifen und den Fehler berichtigen müssen.
Dass die Bundesliga ein „Elfmeterproblem“ hat, konstatierte auch der frühere Referee Manuel Gräfe in der „Bild“-Zeitung. Meier stimmt dem zu und verlangt, den Unparteiischen erneut mehr „Fußballverständnis“ zu vermitteln. Grundlegende Sachverhalte würden fehlerhaft eingeschätzt. Er hat die klare Erwartung, dass die Schiedsrichter auf dem Rasen solche Szenen korrekt beurteilen – und falls das nicht geschieht, muss der VAR bei derart offensichtlichen Fehlentscheidungen rigoros einschreiten. (red)
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