Wie viel Pech kann ein Mann haben: Marc-André ter Stegen hat sich schon wieder verletzt.
Wie bitter!Wieder verletzt: Ter Stegen vor WM-Aus
Marc-André ter Stegen wandte sich mit Schlusspfiff enttäuscht vom Geschehen ab. 0:1 beim Tabellenletzten Real Oviedo, das war so gar nicht nach dem Geschmack des Torhüters vom FC Girona.
Doch nach der ernüchternden Niederlage am vergangenen Samstag kam es noch viel schlimmer für ter Stegen: Nach einer neuerlichen Verletzung hängt der WM-Traum des ewigen Pechvogels am seidenen Faden, Bundestrainer Julian Nagelsmann muss für das Turnier wohl umplanen.
Ter Stegens WM-Traum hängt am seidenen Faden
Seine Nummer eins hat spanischen Medien zufolge eine schwerere Muskelverletzung erlitten und soll bis zu zwei Monate ausfallen. Sogar von einer möglichen weiteren Operation ist die Rede sowie davon, dass Girona die Leihgabe des FC Barcelona mittels einer Klausel wieder an ter Stegens Stammverein zurückgeben wolle. Das wäre wohl gleichbedeutend mit dem Platzen des WM-Traums des 33-Jährigen, für den Barcas Trainer Hansi Flick keine Verwendung hat.
„Ich weiß nichts weiter“, sagte Flick am Montagmittag, als die Meldungen vom neuerlichen Rückschlag für ter Stegen gerade einmal eine Stunde alt waren. Er habe bislang weder mit ter Stegen selbst, noch mit Barcelonas Sportchef Deco gesprochen, „weil ich beim Training war“. Deshalb wolle er „abwarten“, ehe er sich genauer äußere. Nur so viel: „Er tut mir sehr leid, aber wir müssen die Ergebnisse abwarten und sehen, wie es ihm wirklich geht.“
Nicht gut, glaubt man den spanischen Medien. Die AS schlug „Alarm“, Sport schrieb von einer buchstäblich „schmerzhaften Verletzung“, Mundo Deportivo sprach von einem „harten Schlag“.
In der Tat: Sollten sich die Meldungen bewahrheiten, würde ter Stegen nicht nur den Start der DFB-Elf ins WM-Jahr am 27. März in Basel gegen die Schweiz und am 30. März in Stuttgart gegen Ghana verpassen. Er könnte sich bei einer Rückkehr auf die Tribüne bei Barca auch nicht mehr für das Turnier empfehlen - nicht einmal nach seiner Genesung.
Nagelsmann und DFB-Sportdirektor Rudi Völler hatten jedoch mehrfach betont, dass ter Stegen dringend Spielpraxis brauche, um bei der WM im Tor stehen zu dürfen. Deshalb hatte er sich zum Winterwechsel ins nahe Girona entschieden, wo er sofort zur Stammkraft aufstieg. Nach seinem gelungenen Debüt gegen Getafe (1:1) war das Spiel in Oviedo erst sein zweiter Einsatz.
Dass er sich nun erneut verletzt hat, passt ins Bild des Pechvogels. Als „ewiger“ Kronprinz von Manuel Neuer war er erst nach dessen Rücktritt aus der DFB-Auswahl nach der EM 2024 aus dem übergroßen Schatten des Kapitäns getreten. Doch seither prägten Verletzungen und die Ausbootung bei Barca den Weg des 44-maligen Nationalspielers.
In seiner Abwesenheit wurde er vom Hoffenheimer Oliver Baumann gut vertreten, die Rufe nach einer Rückkehr von Neuer verstummten jedoch nie ganz. Jetzt könnten sie neue Nahrung erhalten. (sid)
