Werder Bremen sucht nach dem Aus von Trainer Horst Steffen einen neuen Trainer. Ein altbekannter Name hat sich dabei jetzt selbst ins Gespräch gebracht.
Rückkehr dank Friedrich Merz?Trainer-Legende bringt sich bei Werder Bremen ins Spiel
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Werder Bremen auf Trainersuche! Gerade mal 20 Spiele lang hielt Horst Steffen (56) als Nachfolger von Ole Werner (37/knapp vier Jahre im Amt) durch, nach der Entlassung am Sonntag (1. Februar 2026) muss Sport-Boss Clemens Fritz einen Nachfolger finden.
„Das Ziel ist ganz klar eine externe Lösung“, bestätigte der Ex-Nationalspieler am Morgen in einer Medienrunde. Das Interims-Duo Raphael Duarte (29) und Christian Groß (36) soll lediglich einspringen, bis eine dauerhafte Alternative gefunden ist.
Werder Bremen sucht externe Trainer-Lösung
Interne Lösungen wie Frauen-Trainerin Friederike Kromp (41) oder U19-Coach Cedric Makiadi (41) schloss Fritz aus. „Wir sind zu dem Entschluss gekommen, dass wir einen neuen Impuls, eine neue Energie und ein Stück weit auch eine neue Ansprache brauchen, um uns aus dieser Situation herauszuziehen.“
Ein Mann, auf den dieses Anforderungsprofil zutreffen würde, brachte sich am Nachmittag im Gespräch mit RTL/ntv direkt selbst ins Gespräch: Felix Magath (72).
Die Trainer-Legende mit dem Schleifer-Image sagte gewohnt charmant: „Da muss ein erfahrener Mann her, der die Situation kennt. […] Ich fühle mich immer noch einigermaßen fit.“
Übernimmt HSV-Idol Magath, der im vergangenen Jahr noch Präsident beim Bremer Erzrivalen werden wollte, jetzt etwa an der Weser? Er fühle sich noch klar im Kopf, betonte der Meister-Trainer von Bayern (2005 und 2006) und Wolfsburg (2009): „Von daher bin ich nicht abgeneigt.“

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Felix Magath ist aktuell bei Viktoria Aschaffenburg als Sport-Vorstand in der Regionalliga tätig. Die Bundesliga reizt ihn noch immer.
Mit einem Augenzwinkern verwies Magath auf die jüngste Arbeitszeit-Debatte und den Ruf von Bundeskanzler Friedrich Merz (70) nach mehr Eifer bei der arbeitenden Bevölkerung.
„Da stelle ich mich gern zur Verfügung und sage: ,Ich möchte mehr arbeiten‘. Ich habe nie einen Hehl daraus gemacht, dass ich der Meinung bin, dass ich jedem Verein in der Bundesliga helfen kann“, versicherte Magath.
Ernsthaft in Betracht dürfte Fritz die Magath-Bewerbung nicht ziehen, offen ist allerdings noch, auf welchen Kandidatenkreis er sich in den kommenden Tagen fokussiert. Der entlassene Steffen sei laut Magath ein „top Mann“, war seiner Einschätzung nach aber auch an seiner Unerfahrenheit gescheitert.
„Er hat in Elversberg hervorragende Arbeit geleistet, und trotzdem erkennt man, dass zweite Liga nicht Bundesliga ist“, sagte Magath über den Schritt aus dem beschaulichen Elversberg zum Traditionsverein aus der Hansestadt.


