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„Dann muss ich Leute killen“BVB-Star rastet nach 3:2-Sieg aus

Aktualisiert

Der Dortmunder Sieg war geschafft, und doch kochten bei BVB-Torwart Gregor Kobel nach der Partie gegen den FC Heidenheim die Emotionen über.

Im Anschluss an den knappen 3:2-Erfolg von Borussia Dortmund über den 1. FC Heidenheim ging Keeper Gregor Kobel in den Stadiongängen an die Decke. Der Star des BVB legte sich während eines Interviews mit einem Journalisten an.

Der Grund für die Aufregung? Eine Angelegenheit, die Kobel seit geraumer Zeit fuchsteufelswild macht: der unzureichende Schutz von Torleuten in Kopfballduellen.

Kobel über Torwart-Schutz: „Wahnsinn, dass man über so was diskutiert“

In der Partie wurde ein Treffer gegen ihn zurückgenommen, nachdem ihn ein Kontrahent in der Luft gestört hatte. Für den Keeper war die Situation eindeutig, was der Journalist aber wohl anders sah, wie „SPORT1“ berichtet.

„Ich finde, es ist wirklich ein Wahnsinn, dass man über so was diskutiert“, schimpfte der Schweizer los und konfrontierte den Reporter frontal: „Ich weiß, du bist wahrscheinlich noch nicht im Tor gestanden oder hast mal einen Ball gefangen, aber wenn du zum Ball gehst, ist das eine sehr filigrane Angelegenheit.“

Kobel brachte die Football-Liga NFL als Vergleich ins Spiel, die er als „mit der physischste Sport überhaupt“ beschrieb. Nicht einmal dort sei es gestattet, einem ballfangenden Akteur in die Arme zu fassen. Die Begründung sei simpel: „Weil die Hände sehr, sehr genau am Ball sein müssen. Wenn du nur einen kleinen Kontakt am Arm bekommst, kannst du den Ball nicht mehr festhalten.“

Sollte ein Gegenspieler ihm nur in die „Arme reingehen“, wäre das ein klares Foul. Kobel sprach eine Drohung aus, sollte so was künftig erlaubt sein: „Wenn das kein Foul mehr ist, dann muss ich anfangen, Leute zu killen. Dann brennt es, dann knallt es und dann gibt es Verletzte und das macht gar keinen Sinn.“

Dortmunds Torhüter Gregor Kobel wird beim Fangen des Balls gestört.

Dortmunds Torhüter Gregor Kobel wird beim Fangen des Balls gestört.

Der Reporter musste ebenfalls einstecken. Kobel bombardierte ihn mit einer Salve von Fragen: „Was denkst du denn, mal ehrlich? Denkst du immer noch, es war kein Foul? Also, meine Antwort ist dir egal? Interessiert dich nicht? Du siehst es besser als ich?“

Daraufhin brachte der Journalist eine vergleichbare Situation auf der Gegenseite ins Spiel, als ein Tor für den BVB anerkannt wurde, obwohl Heidenheims Torwart Diant Ramaj sich gestört fühlte.

Dieser Ansicht war auch Heidenheims Coach Frank Schmidt, der dem Schiri-Team heftige Anschuldigungen machte. „Wenn man das 1:0 von Dortmund anschaut und unser Tor, unser vermeintliches Tor von Patrick Mainka nimmt, dann sehe ich da keinen Unterschied“, äußerte Schmidt. Die Differenz bestehe „ausschließlich in der Bewertung am Ende vom Schiedsrichter“. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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