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Trump-Skandal bei der WMUS-Angreifer Balogun packt endlich aus

Die Trump-Affäre erschütterte die Fußball-WM. Folarin Balogun redet nun Klartext über den massiven Druck und die Anspannung in der US-Mannschaft.

Die Aufregung wegen seiner annullierten WM-Sperre wirkt nach. Der amerikanische Angreifer Folarin Balogun (25) hat sich jetzt im TV-Format „CBS Mornings“ zu den chaotischen Vorkommnissen geäußert. Er räumte ein, dass der heikle Beschluss der Fifa das US-Team vor der Begegnung mit Belgien merklich unter Druck gesetzt habe.

„Meine erste Reaktion war, dass ich froh war, wieder im Team zu sein“, sagte Balogun. Ihm sei aber rasch bewusst geworden: „Aber als ich darüber nachdachte, wusste ich, dass dies für viele Kontroversen sorgen würde.“

Folarin Balogun: „Als ich darüber nachdachte“

Was war passiert? Im Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina kassierte Balogun nach einem Regelverstoß den roten Karton und war damit für die nächste Partie blockiert. Anschließend soll jedoch US-Präsident Donald Trump (80) höchstpersönlich bei Fifa-Chef Gianni Infantino (56) interveniert und auf eine Neubewertung des Platzverweises bestanden haben.

Und wirklich: Nur 24 Stunden vor dem Anpfiff gegen Belgien wurde die Sperre gekippt. Ein Vorfall, der in der Historie des Fußballs ohne Beispiel ist und global heftige Reaktionen auslöste. Das berichtet „bild.de“.

Diese Intervention aus der Politik hatte anscheinend unmittelbare Folgen für das Team. Der Angreifer schilderte die Stimmung in der Kabine: „Und ich konnte bei meinen Teamkollegen fast ein wenig Nervosität erkennen, weil das eine so einzigartige Situation ist.“

Die gesamte Einstimmung auf das Spiel sei erheblich beeinträchtigt gewesen. „Aber je näher das Spiel rückte, desto mehr versuchte ich, mich so gut wie möglich zu konzentrieren, doch es war schwierig – es gab viel Lärm von außen, und das lässt sich nur schwer ignorieren.“

Bestätigung für diese Perspektive lieferten sogar Kreise aus dem Weißen Haus. Wenige Tage vorher hatte Andrew Giuliani, der Leiter der WM-Arbeitsgruppe, zugegeben, dass die Affäre die Sportler womöglich aus dem Konzept gebracht hat.

Auf eine diesbezügliche Anfrage der „Daily Mail“ erwiderte er: „Möglicherweise.“ Giuliani rechtfertigte allerdings die Intervention und hob hervor, er „stehe hinter“ der Entscheidung. Man wollte gewährleisten, dass der Wettbewerb „auf dem Spielfeld fair abgewickelt“ werde, weil die Vereinigten Staaten viel Geld investiert hätten.

Genützt hat die kontroverse Maßnahme letztlich nichts. Mit Balogun von Beginn an unterlagen die USA klar mit 1:4 gegen Belgien und flogen aus dem WM-Turnier. Das Ereignis ging als nie dagewesene politische Intervention in die Geschichtsbücher des Fußballs ein. Die Uefa kritisierte die Einmischung ebenfalls scharf und konstatierte, eine „rote Linie“ sei überschritten worden. (red)

Elias Egouli während eines Testspiels auf der Auswechselbank.
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