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„Höchst verdächtig“Weißes Haus greift jetzt WM-Schiedsrichter an

Fifa-Schiedsrichter Raphael Claus

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Er hatte dem US-Profi Balogun die Rote Karte gezeigt: Fifa-Schiedsrichter Raphael Claus

Aktualisiert:

Erst greift Trump die Rote Karte an, jetzt das Weiße Haus den Schiedsrichter. Giuliani wirft Claus „höchst verdächtige“ Ermittlungen vor.

Nachdem die Diskussion um Folarin Balogun und Trumps Einmischung bei der WM 2026 in den Hintergrund gerückt ist, gerät nun der Schiedsrichter Raphael Claus in den Fokus.

Andrew Giuliani, Fifa-Beauftragter des US-Präsidenten, attackiert den 46-Jährigen mit massiven Vorwürfen!

Unterstellung aus Washington gegen WM-Schiedsrichter

Giuliani finde es „höchst verdächtig“, dass gegen den Brasilianer 2024 bereits wegen falscher Roter Karten und Spielmanipulation ermittelt worden sei. So zitierte der „Guardian“ den WM-Beauftragten. Das Weiße Haus will damit sagen: Das Problem sitzt nicht im Oval Office, sondern auf dem Schiedsrichterstuhl.

Auch die Anwendung des VAR-Verfahrens sei im Spiel gegen die USA falsch gewesen: „Bei Kontaktfouls darf man eigentlich keine Zeitlupe im VAR einsetzen, und genau das haben sie getan. Wenn man diese beiden Fakten also zusammennimmt, fanden wir das sehr, sehr verdächtig.“

Im Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina hatte Claus Balogun die Rote Karte gezeigt – eigentlich ein Fall für die Sperre im Achtelfinale gegen Belgien. Präsident Trump war jedoch nicht einverstanden und rief Fifa-Boss Infantino an, um eine Überprüfung zu fordern.

Die Fifa gab nach, setzte die Sperre zur Bewährung aus, was einen riesigen Aufschrei in der Fußballwelt nach sich zog. Belgien beklagte sich auf allen möglichen Ebenen, die Uefa sprach von einer „roten Linie“, die überschritten worden sei – doch Balogun spielte gegen die Belgier.

Ein brasilianischer Journalist hielt dagegen: Claus sei bei den Ermittlungen nur als Zeuge geladen gewesen, nicht als Beschuldigter.

Giuliani schien das egal zu sein: „Ihm wurden keine Vergehen vorgeworfen – das wissen wir.“ Trotzdem bleibt der Vorwurf bestehen, dass die Situation „vergleichbar“ mit damaligen Untersuchungen sei – obwohl die Faktenlage anders aussieht.

Die Fifa und der brasilianische Verband CBF hatten sich zuvor schützend vor ihren Schiedsrichter gestellt. Der 46-Jährige „habe stets höchste Professionalität und Integrität bewiesen“, hieß es in einer offiziellen Stellungnahme. (oke/dpa)

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