Brisante Rückkehr: Sandro Schwarz wieder Trainer in Moskau.
„Schwer nachzuvollziehen“Deutscher Coach erklärt seine umstrittene Rückkehr nach Moskau

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Die letzte Bundesliga-Station von Sandro Schwarz war Hertha BSC. (Archivbild)
Eine brisante Personalie im Fußball: Der deutsche Trainer Sandro Schwarz (47) kehrt trotz des andauernden Kriegs in der Ukraine zu Dynamo Moskau zurück. Wie der Klub aus der russischen Hauptstadt verkündete, besiegelte der Ex-Coach von Mainz 05 dort einen neuen Arbeitsvertrag mit einer Laufzeit bis 2029.
Schwarz selbst ist sich der Tragweite seiner Entscheidung im Klaren. Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur äußerte er sich dazu: «Ich bin mir bewusst, dass das von außen für einige schwer nachzuvollziehen ist. Aber für mich spielen persönliche Gründe eine große Rolle, der Kontakt zu vielen Freunden dort, der ja lange vor dem Krieg bestand, ist nie abgerissen». Er betonte zudem, die politische Lage nicht zu ignorieren: «Ich blende den Krieg nicht aus. Aber ich bin in erster Linie Trainer für einen Club, der mir sehr viel bedeutet.»
Rückkehr nach Stationen bei Hertha und in New York
Für den 47-Jährigen ist es eine Rückkehr an eine alte Wirkungsstätte. Er betreute Dynamo bereits zwischen Oktober 2020 und dem Sommer 2022, führte den Klub ins russische Pokalendspiel und auf den dritten Liga-Rang. Auch nach dem Start der Invasion im Februar 2022 blieb Schwarz zunächst in Moskau – aus Verbundenheit zu seinen Spielern, wie er sagte. Im Anschluss verließ er den Verein und heuerte beim damaligen Bundesligisten Hertha BSC an, wo er im April 2023 gehen musste. Seine jüngste Station war der US-Klub Red Bull New York.
Schwarz ist mit diesem Schritt kein Einzelfall. Schon vor ihm nahmen deutsche Trainer nach Kriegsbeginn eine Stelle in Russland an. So unterschrieb Josef Zinnbauer im Sommer 2022 bei Lokomotive Moskau, wurde aber nach nur rund drei Monaten wieder freigestellt. In der vergangenen Spielzeit waren zudem Coaches aus Spanien und der Schweiz in der Premier Liga aktiv. (dpa/red)
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