Union setzt wieder auf einen Schweizer: Mauro Lustrinelli übernimmt ab 2026/27 – und bringt Bewegung in den Trainermarkt.
Meister-Coach kommtUnion Berlin verpflichtet früheren Fischer-Schüler

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Mauro Lustrinelli verlässt den FC Thun und übernimmt bei Union Berlin.
Der schweizer Mauro Lustrinelli soll Union Berlin in die Zukunft führen!
Wie der Klub am Donnerstag bekanntgab, übernimmt der 50-Jährige zur Saison 2026/2027 als Cheftrainer – als Nachfolger von Marie-Louise Eta, die als Trainer-Pionierin Geschichte geschrieben hatte.
Verbindung zu Union-Ikone Urs Fischer
Lustrinelli war zuletzt beim FC Thun tätig und arbeitete früher bereits als Assistent von Union-Ikone Urs Fischer. Vor allem soll er dem „eisernen“ Spielstil ein fußballerisches Upgrade verpassen.
„Union ist ein besonderer Verein mit klaren Werten und ehrlichen Menschen. Ich bin hoch motiviert und voller Vorfreude, um gemeinsam mit den Gremien, den Mitarbeitern, den Fans und natürlich mit der Mannschaft eine neue Reise zu beginnen“, sagte Lustrinelli.
In der Schweiz hatte er den Aufsteiger FC Thun zuletzt überraschend zur Meisterschaft geführt. Nach Angaben von Sky soll Union rund eine Million Euro Ablöse an Thun zahlen, wo der Coach noch einen Vertrag bis 2028 hatte. Union machte zur Laufzeit des neuen Vertrags wie üblich keine Angaben.
Geschäftsführer Horst Heldt lobte Lustrinellis Arbeit: Er habe „in den vergangenen Jahren gezeigt, wie er Mannschaften formen und weiterentwickeln kann. Der Meistertitel mit einem Aufsteiger spricht für seine fachliche Qualität, aber auch für seine Fähigkeit, eine Gruppe zu führen und zu begeistern.“ Zudem passe seine Spielidee zu den Vorstellungen des Klubs: Union wolle aktiver spielen, stärker auf junge Spieler setzen und „gemeinsam erfolgreich sein“.
Lustrinelli folgt bei Union auf Interimscoach Eta, die am Ende der abgelaufenen Saison den Klassenerhalt perfekt gemacht hatte. Zuvor hatten sich die Berliner im April nach einer schwachen Rückrunde von Trainer Steffen Baumgart getrennt.
Der Schweizer war in seiner Laufbahn unter anderem beim Verband in Nachwuchsteams tätig und arbeitete seit 2022 in Thun. Mit dem Klub gelang zunächst der Aufstieg in die Super League (2024/2025), ehe in der abgelaufenen Spielzeit der sensationelle Titelgewinn folgte. Nach dem Coup soll er auch bei Klubs aus Italien auf der Liste gestanden haben.
Für Union könnte Lustrinellis Vergangenheit ein gutes Omen sein: Schon zu Beginn seiner Trainerlaufbahn war er in Thun (2012/2013) Co-Trainer von Urs Fischer – lange bevor Fischer Union (2018 bis 2023) von der 2. Liga bis in die Champions League führte und zur Klub-Legende wurde. (red/dpa)
