Abo

Poldis private BeichteEhefrau Monika spricht in neuer Netflix-Doku über eine Ehe-Krise

Streaming Ausblick - Netflix - «Poldi»

Copyright: -/Netflix/dpa

Die Doku «Poldi» über Fußballer Lukas Podolski ist seit 4. Juni auf Netflix streambar.

Poldis Frau Monika spricht erstmals über ihre schwere Ehe-Krise

Ein Fußball-Held, wie man ihn so nicht kennt! Seine Netflix-Doku „Poldi“ zeigt ihn ganz nah. Und Ehefrau Monika packt zum allerersten Mal aus – über eine Zeit, die ihre Ehe auf die Probe stellte.

Das Sommermärchen von 2006 ist jetzt 20 Jahre her, und bei vielen Fußball-Anhängern weckt das große Gefühle. Genau in diese Stimmung platzt eine neue Doku: Pünktlich zu seinem 41. Geburtstag am Dienstag (4. Juni 2026) veröffentlicht Netflix den 90-Minuten-Film „Poldi“. Dahinter steckt die Kölner Produktionsfirma bildtonfabrik, die schon mit „How To Sell Drugs Online (Fast)“ einen riesen Erfolg landete.

Deren Handschrift ist direkt erkennbar. Der Film fängt an und man sieht Legenden wie Joachim Löw, Oliver Kahn und Thomas Müller, die sich hinsetzen, um über Poldi zu reden. Aber dann kommt aus dem Off seine Stimme, die erklärt, wie langweilig er genau diese Art von Sport-Dokus findet. Sein Fazit: „Da wird jetzt nix anderes kommen, was man schon kennt.“ Und zack – die Promis erheben sich und verlassen die Szene. Was für ein cleverer Auftakt!

Poldi hatte keine Lust auf eine normale Sport-Doku

Natürlich bekommen die Fußball-Kollegen später doch noch ihre Auftritte, aber im Mittelpunkt steht ganz klar der private Lukas Podolski. Zu Wort kommen seine Oma, seine Mutter, sein Vater, die Schwester und auch sein Sohn. Die Filmemacher präsentieren den Champion von 2014 bei ungewöhnlichen Aktivitäten: beim Sumo-Kampf in Japan, auf einer Fahrradtour mit seinen Liebsten oder im Getümmel des Rosenmontagszugs in Köln.

„Wir hatten einen anderen Ansatz, wollten ein bisschen weniger Fußball und ein bisschen mehr andere Szenen reinnehmen. Ich denke, das ist uns auch ganz gut gelungen“, sagte der Hauptdarsteller selbst bei der Premiere im Kölner Stadion.

Sensation: Ehefrau Monika packt zum ersten Mal aus

Der absolute Knaller der Dokumentation: Poldis Frau Monika, die sich normalerweise komplett aus dem Rampenlicht zurückzieht, gibt hier ihr allererstes Interview. Man sieht sie zwar nicht vor der Kamera, aber man hört ihre Stimme. Und was sie zu sagen hat, ist wirklich stark.

„Meine Frau war von Anfang an nicht die, die im Vordergrund stehen möchte. Da haben die Leute sehr viel Überzeugungsarbeit leisten müssen“, verriet Podolski der dpa. Aber die Einigung war ein Volltreffer. Monika berichtet, wie sie den damaligen Nachwuchskicker des 1. FC Köln kennenlernte („An der Tischtennisplatte in der Schule“) und redet ganz offen über eine schwere Zeit für ihre Ehe nach seiner Rückkehr zum FC 2008.

„Es gab Momente in Köln, wo wir ein paar Wochen nicht miteinander gesprochen haben, wo wir uns gestritten haben, wo wir ein paar Wochen auch mal nicht zusammen waren“, gesteht sie. Das Paar fand aber rasch wieder zueinander.

Poldis Lebensmotto: „Wer schläft, verliert“

Beim Zusehen stellt man sich die Frage: Wie schafft dieser Mann das alles? Er ist Profi-Fußballer und zugleich Unternehmer mit Döner-Läden, einem Eissalon und einem eigenen Musikfestival. Es wirkt, als sei er öfter im Stadion oder Flieger als daheim bei seiner Familie. Darauf angesprochen, sagt Poldi nur: „Wer schläft, verliert.“ Was ihn antreibt? „Weiß ich nicht.“

Der ursprüngliche Plan für die Doku war, ihn während seiner finalen Saison bei seinem Jugendclub Górnik Zabrze zu filmen. „Und ihr seid dabei auf der Reise“, verspricht er in die Kamera. Aber es kam anders. Mitten in den Dreharbeiten packt den ehrgeizigen Kicker der Zweifel: „Warum sollst du das abgeben, was du so liebst?“

Das Ergebnis: Er hängt einfach noch eine Spielzeit dran. Diese Wendung kam für die Filmemacher zwar unerwartet, stellte aber kein Hindernis dar. „Hätten wir eine reine Sportdoku gemacht, wäre die wirklich letzte Saison vermutlich die interessantere gewesen“, erklärten die Regisseure. „Doch unser Film ist eben keine klassische Sportdoku.“

Die Doku ist unterhaltsam, ideenreich und absolut empfehlenswert. Es spricht Bände über den geerdeten Kölner, dass der Höhepunkt seiner Laufbahn – der WM-Sieg 2014 durch Mario Götzes Treffer – erst im Abspann mit einem besonderen Kniff behandelt wird. Er selbst bringt es auf den Punkt: „Ich habe mich nie durch Pokale definiert. Dafür liebe ich den Fußball zu sehr, weil er viel mehr zu bieten hat als nur irgendwelche Pokale, sondern Stadien, Fans, das Ganze drumherum.“ (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

Fußball: Nationalmannschaft, vor dem WM-Start am 11. Juni
Messi oder Ronaldo
DFB-Stars Goretzka und Raum geben bei Fan-Event klare Antwort