Monaco-GP: Antonelli siegt, Verstappen-Drama am Start
„Komm einfach nach Hause“Wunderjunge Antonelli gewinnt Chaos-GP, Verstappen muss aufgeben

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Unaufhaltsam auch in Monaco: WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli.
Kimi Antonelli (19), der neue Stern am Formel-1-Himmel, wollte seine italienische Fahne nicht einmal in der Loge von Fürst Albert II. aus der Hand geben. Der Mercedes-Fahrer hatte kurz zuvor seinen fünften Sieg in Folge beim Grand-Prix-Klassiker eingefahren. Er ist damit der jüngste Champion, der je auf dem Kurs in Monte-Carlo gewonnen hat. Weder schlechte Straßenverhältnisse noch eine lange Unterbrechung des Rennens konnten den Italiener aufhalten, der dem Feld erneut entkam. „Es war ein unglaubliches Wochenende“, jubelte Antonelli.
Die Plätze zwei und drei gingen an Lewis Hamilton für Ferrari und Isack Hadjar im Red Bull. Hamilton erreichte damit sein achtes Podium in Monaco und zog mit dem Rekord von Ayrton Senna gleich. Für Lokalmatador Charles Leclerc gab es hingegen ein bitteres Ende: Ein Unfall im zweiten Ferrari kostete ihn zehn Runden vor dem Ziel einen Podiumsplatz, der schon zum Greifen nah schien.
Verstappen-Albtraum gleich zu Beginn
Für Red-Bull-Star Max Verstappen war der Grand Prix vorbei, bevor er überhaupt richtig gestartet war. Wegen Problemen mit dem Motor fiel er von Startposition zwei ans Ende des Feldes zurück. Vor dem Start hatte er seinem Nebenmann Antonelli noch im Scherz geraten, eine Sekunde zu warten. Doch es war der Niederländer selbst, der dann nicht von der Stelle kam.
Nach einer wütenden Tirade fragte er über den Boxenfunk: „Was soll ich jetzt machen?“ Die eiskalte Antwort aus der Boxengasse lautete: „Komm einfach nach Hause.“ Kurz danach war für Verstappen Schluss. „Schon am Start war das Gefühl vom Motor her nicht gut. Keine Power auf den ersten Metern“, erklärte der vierfache Weltmeister bei Sky. Er wolle nun direkt in sein Apartment gehen, das nur 500 Meter entfernt liegt.

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Früher Feierabend: Max Verstappen schied früh aus.
Promi-Alarm: Kim Kardashian und deutsche Fußball-Helden
So rutschte Ferrari-Pilot Hamilton auf den zweiten Platz hinter dem führenden Antonelli. Das alles passierte unter den Blicken von Reality-TV-Ikone Kim Kardashian, mit der der Brite in letzter Zeit häufiger privat gesehen wird. Kardashian und ihre Schwester Khloe waren offenbar auf Einladung von Hamilton ins Fürstentum gereist und sorgten für noch mehr Glamour.
Auch die Hollywood-Legenden Michael Douglas und Catherine Zeta-Jones waren vor Ort. Zudem verfolgten die Fußball-Weltmeister Mario Götze, Mats Hummels und auch Lukas Podolski das Geschehen am Streckenrand. Wieder mit dabei im Fahrerlager war Ferrari-Teamchef Frédéric Vasseur (58). Er hatte den Samstag wegen gesundheitlicher Beschwerden zur Beobachtung in einem Krankenhaus verbracht.
Bitteres Aus für Hülkenberg: Strafe kostet Punkte
Auch für den deutschen Fahrer Nico Hülkenberg (38) gab es in seiner Wahlheimat Monaco nichts zu feiern. Eine späte Strafe verhinderte seine ersten WM-Punkte der Saison im Audi. Obwohl er als Neunter die Ziellinie überquerte, warf ihn eine Zehn-Sekunden-Strafe auf den 14. Platz zurück.
Zuvor musste die Rennleitung den Grand Prix für 37 Minuten unterbrechen, da der Asphalt in Kurve 19 beschädigt war. Nach dem Neustart war Antonelli der Sieg aber nicht mehr zu nehmen. In der WM-Tabelle hat der Italiener nach sechs Rennen der Saison nun einen Vorsprung von 66 Punkten auf den neuen Zweitplatzierten Hamilton. Er bleibt aber auf dem Boden: „Es ist noch eine lange Saison, da ist noch nichts vorbei.“
Für Lando Norris, den Sieger des Vorjahres, endete der Tag ebenfalls frühzeitig. Der Weltmeister musste seinen McLaren wegen eines technischen Problems abstellen. Eine herbe Enttäuschung für sein Team, das an diesem Wochenende den 1.000. Grand Prix seiner Geschichte fuhr. (dpa/red)
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