1

Top-Klub zieht sich zurück100-Millionen-Poker um Bundesliga-Star entschieden

Yan Diomande schirmt den Ball vor Joshua Kimmich ab.

Copyright: IMAGO/kolbert-press

Yan Diomande zieht es offenbar nach Madrid.

Ist der Poker um Yan Diomande beendet? RB Leipzig droht der Verlust des Juwels an einen absoluten Top-Klub.

Der Wechsel von Shootingstar Yan Diomande von RB Leipzig zu Real Madrid ist laut Transfer-Experte Fabrizio Romano bereits perfekt.

So soll der Ivorer für mehr als 100 Millionen Euro zum spanischen Traditionsklub wechseln und bereits in der kommenden Woche bei Real die medizinischen Tests absolvieren. Diomande soll einen langfristigen Vertrag bis Sommer 2031 unterschreiben. Eine Bestätigung der beiden Klubs gab es zunächst nicht.

Yan Diomande würde für Leipzig zum Rekordtransfer

Dafür gibt es übereinstimmende Medienberichte, dass sich Champions-League-Sieger Paris St. Germain aus dem Poker zurückgezogen hat.

„PSG hat heute Abend offiziell sein Interesse an Yan Diomande sowie die entsprechenden Angebote zurückgezogen. Die geforderte Ablösesumme und die Gehaltsforderungen waren völlig unverhältnismäßig und marktverzerrend – und PSG wird nicht von seinen Grundsätzen einer vernünftigen Finanzführung und einer ausgewogenen Kaderstruktur abweichen“, zitiert Sky-Journalist Florian Plettenberg den Verein.

Der 19-Jährige würde zum Rekordtransfer der Sachsen werden. Bislang galt Josko Gvardiol mit seinem Wechsel 2023 zu Manchester City (90 Millionen Ablöse) als teuerster Abgang der Klub-Geschichte. Im Vorjahr war Benjamin Sesko für rund 76 Millionen Euro zu Manchester United gewechselt.

Auf der Einkaufsseite war Xavi Simons, den RB von Paris Saint-Germain im Januar 2025 für 50 Millionen Euro verpflichtete, der teuerste Transfer. Diomande wäre zugleich auch der teuerste Transfer eines afrikanischen Spielers. Bisher lag die Bestmarke beim Ivorer Nicolas Pépé, der 2019 für 80 Millionen Euro Ablöse von Lille zu Arsenal wechselte.

Dabei wollten die Sachsen ihren Senkrechtstarter, der noch Vertrag bis Sommer 2030 Vertrag – ohne Ausstiegsklausel – hatte, nicht nach einer Saison ziehen lassen. Der RB-Vorstandsvorsitzende Oliver Mintzlaff hatte im Dezember einen Wechsel in diesem Sommer noch kategorisch ausgeschlossen. Doch das europaweite Interesse an Diomande wuchsen nach einer herausragenden Bundesliga-Saison und einer ordentlichen WM zu rasant.

Wie Leipzig auf den sich abzeichnenden Verlust reagiert, der freilich mit einem üppigen Geldregen verknüpft ist, ist offen. Die Sachsen hatten unter anderem Interesse an Said El Mala vom 1. FC Köln gezeigt, sollen ihre Bemühungen aber vorerst eingestellt haben, weil das El-Mala-Lager offenbar einen Transfer zu Borussia Dortmund bevorzugt. Der BVB hat die Ablöse-Forderungen des FC bislang aber nicht ansatzweise erfüllt. (dpa/red)

Rudelbildung auf dem Platz.
Rangelei bei Testspiel
Schiedsrichterin geht K.o. und muss aufhören