Der WM-Auftakt fällt mit drei Roten Karten ungewöhnlich aus. Für Thorsten Kinhöfer aber keine große Sache.
Wird FC-Fans nicht gefallenEx-Schiri witzelt über Karten-Flut: „Man hat weniger zu tun“

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Thorsten Kinhöfer sah die drei Platzverweise im WM-Eröffnungsspiel mit Humor.

Fußballerisch hat das WM-Eröffnungsspiel zwischen Mexiko und Südafrika noch nicht die ganz großen Höhepunkte geliefert. Beim souveränen 2:0-Sieg des Co-Gastgebers gegen ganz schwache „Bafana Bafana“ hatte aber immerhin Schiedsrichter Wilton Sampaio alle Hände voll zu tun.
Der Brasilianer zückte gleich drei Rote Karten: zwei gegen Südafrika (Yaya Sithole und Thema Zwane) und eine gegen den Mexikaner César Montes.
Kinhöfer über drei Platzverweise in einem Spiel: „Kam häufiger vor“
Einen WM-Rekord stellte das allerdings nicht dar. Der liegt weiterhin bei vier Platzverweisen in einem Spiel und wurde im Achtelfinale der WM 2006 in Deutschland zwischen Portugal und den Niederlanden (1:0) aufgestellt.
Und auch dem ZDF-Schiedsrichter-Experten Thorsten Kinhöfer ist eine solche Karten-Flut nicht fremd, wie er scherzhaft selbst zugab. „Toto hat, glaube ich, auch mal drei Rote Karten gegeben“, äußerte ZDF-Moderator Jochen Breyer nach dem WM-Eröffnungsspiel mit einem kleinen Fragezeichen. „Das kam häufiger vorher“, erwiderte Kinhöfer süffisant lächelnd.
Auf Breyers erstaunte Nachfrage („Häufiger sogar, ja?“), war Kinhöfer sogar zum Scherzen aufgelegt. „Man musste die Spieler dann auch so mal verarzten. Wenn sie einem was anbieten, dann muss man auch mal die Chance nutzen und dann ein bisschen aufräumen“, sagte er: „Denn man hat weniger zu tun, wenn acht gegen acht oder neun gegen neun spielen.“
Bei vielen Fans des 1. FC Köln dürfte dieser Scherz allerdings gar nicht gut angekommen sein. Denn sie erinnern sich bis heute an das DFB-Pokalspiel des FC beim FC Augsburg in der Saison 2009/10.
Damals platzte der Traum vom Finale in Berlin für den FC erst in der Runde der letzten Acht – durch eine 0:2-Niederlage in Augsburg. Kinhöfer stellte in dem Spiel gleich drei Kölner vom Platz: Adil Chihi musste bereits in der 30. Minute wegen eines Ellbogenstoßes direkt runter. Eine harte Entscheidung. Lukas Podolski und Petit sahen in der zweiten Halbzeit jeweils direkt nach einer Gelben Karte wegen ihrer Reaktion darauf Gelb-Rot.
„Wenn man fürs Daumenhochstrecken eine Rote Karte bekommt, ist das schon bitter“, sagte Poldi. Er entschuldigte sich damals dennoch beim Schiedsrichter. Der Verein belegte ihn und Petit mit einer Geldstrafe – sehr zum Ärger der Fans, die die Schuld für die drei Platzverweise damals eindeutig bei Kinhöfer sahen.
Seine drei Roten Karten gegen den FC bedeuteten für den Schiedsrichter allerdings keinen persönlichen Rekord. Beim 1:1 zwischen dem VfL Wolfsburg und dem Hamburger SV in der Bundesliga-Saison 2007/2008 verteilte er einst vier Platzverweise in einem Spiel, teilte die Karten damals aber zumindest gerecht auf.
