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Warten hat ein EndeNach 22 Jahren: Havertz und Arsenal sind englischer Meister

AFC Bournemouth - Manchester City

Copyright: Ian Walton/AP/dpa

Pep Guardiola will Man City laut Medienberichten nach dieser Saison verlassen.

Man City patzt! Havertz und Arsenal sind englischer Meister

England im Fußball-Fieber! Ein DFB-Star krönt sich zum Matchwinner und beendet eine gefühlte Ewigkeit des Wartens. Der Titel geht an den FC Arsenal – weil der größte Konkurrent im entscheidenden Moment versagt.

Eine 22-jährige Wartezeit hat ein Ende: Der FC Arsenal ist erneut Champion im englischen Fußball! Das Team mit dem deutschen Auswahlspieler Kai Havertz durfte feiern, da der Jäger Manchester City am finalen Spieltag die Nerven verlor und beim AFC Bournemouth nur ein 1:1 (0:1) erreichte.

Für Bournemouth traf Eli Junior Kroupi bereits in der 39. Minute und sorgte für den frühen Vorsprung. Der Ausgleichstreffer durch Citys Top-Angreifer Erling Haaland (90.+5) reichte letztlich nicht aus. Mit einem Abstand von vier Zählern in der Endabrechnung ist es Man City unmöglich, die Hauptstädter noch abzufangen.

Deutscher Held: Havertz macht den Titel klar

Die Basis für diese Meisterschaft schufen die „Gunners“ schon am Montagabend. Es war niemand Geringeres als Kai Havertz, der mit seinem entscheidenden Tor den 1:0-Erfolg im eigenen Stadion gegen den FC Burnley perfekt machte. Damit verschaffte er seiner Mannschaft die bestmögliche Position für das Finale.

Dies ist die 14. Meisterschaft in der Vereinsgeschichte des FC Arsenal. Der letzte Titelgewinn datiert aus dem Jahr 2004 unter dem damaligen Trainer Arsène Wenger. Unmittelbar nach dem Spielende in Bournemouth gab es bei den Stars von Arsenal kein Halten mehr. Auf Social Media veröffentlichte der Verein einen Clip, der die euphorische Party von Havertz und seinen Mitspielern dokumentiert. In der Umgebung des Emirates-Stadions zelebrierten Tausende Anhänger den Erfolg lautstark.

Enttäuschung bei Guardiola – aber faire Geste

In Manchester hingegen dominierte die Enttäuschung. Star-Coach Pep Guardiola verspielte mit City die Möglichkeit auf den dritten Saisontitel, nachdem die Mannschaft zuvor den Ligapokal sowie den FA Cup für sich entschieden hatte. Als fairer Sportsmann zollte er seinem ehemaligen Assistenten, dem jetzigen Arsenal-Trainer Mikel Arteta, am Mikrofon von Sky Respekt: „Sie haben ihn verdient.“

Es könnte für Guardiola die abschließende Spielzeit in Manchester gewesen sein. Gerüchten zufolge hat der Spanier sein Team darüber in Kenntnis gesetzt, dass er nach einem Jahrzehnt zum Saisonabschluss seinen Posten räumen wird. Konfrontiert mit diesen Spekulationen, gab er sich bedeckt. „Ich könnte sagen, dass ich noch ein Jahr Vertrag habe“, äußerte Guardiola. „Wir haben entschieden, dass wir am Ende der Saison schauen und reden. Dann treffen wir eine Entscheidung.“

Ein dunkler Schatten über Citys Erfolgen

Guardiola sammelte mit dem durch Abu Dhabi unterstützten Klub zahlreiche Trophäen, darunter sechsmal die Meisterschaft und einmal die Champions League. Jedoch steht für Man City noch das Urteil in einem Verfahren aus, bei dem es um angebliche Brüche der Finanzvorschriften der Premier League geht. Der Verein bestreitet diese Anschuldigungen vehement.

Seit dem 7. Spieltag hatte Arsenal fast ununterbrochen den ersten Platz inne. Nachdem das Team aus London zuvor dreimal hintereinander nur Zweiter wurde, klappte es diesmal mit dem Triumph. Ein zeitweise sicheres Punktepolster wurde im Endspurt der Saison zwar kleiner, aber die Ausrutscher von City bei Everton (3:3) und jetzt in Bournemouth machten den Titelgewinn möglich.

Der frischgebackene englische Champion hat am 30. Mai die Chance, das Double zu holen. In dem Endspiel der Champions League steht die Mannschaft von Kai Havertz dann Paris Saint-Germain gegenüber. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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