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Neben El MalaFC droht Verlust von zwei Säulen – Verwirrung um Schwäbe

Marvin Schwäbe, Cenk Özkacar und Jakub Kaminski jubeln nach dem Sieg gegen Bremen.

Copyright: IMAGO/DeFodi Images

Marvin Schwäbe, Cenk Özkacar und Jakub Kaminski gehörten in der abgelaufenen Saison zu den Leistungsträgern beim 1. FC Köln.

Aktualisiert:

Der 1. FC Köln befindet sich nach dem Klassenerhalt vor dem nächsten Umbruch. Der könnte größer ausfallen als bislang gedacht. Verwirrung gibt es um Kapitän Marvin Schwäbe.

Fällt der Umbruch beim 1. FC Köln im Sommer noch viel größer aus als gedacht? Florian Kainz, Luca Kilian und Dominique Heintz wurden bereits frühzeitig informiert, dass es für sie nicht weitergeht. Das Trio bekam beim letzten Heimspiel der Saison einen gebührenden Abschied.

Mit Eric Martel wurde Anfang der Woche ein weiterer langjähriger Leistungsträger ablösefrei von der Leine gelassen. Denis Huseinbasic, auch immerhin schon vier Jahre beim FC, spielt in den Planungen ebenfalls keine Rolle mehr. Luca Waldschmidt und Linton Maina würde man bei adäquaten Angeboten auch keine Steine in den Weg legen – so weit, so klar.

Schwäbe wird auf dem Markt angeboten

Doch nun rückt eine weitere Personalie in den Fokus, die kommende Saison eigentlich gesetzt war: Kapitän Marvin Schwäbe. Denn offenbar wird der sichere Rückhalt der Mannschaft aktiv auf dem Markt angeboten.

Die Frage ist nur: von wem? Während die „Sport Bild“ berichtete, dass Thomas Kessler aktiv geworden ist, weiß EXPRESS.de inzwischen: Berater Jörg Neblung hat seinen Schützling bereits bei zwei Bundesligisten aktiv angeboten.

Hintergrund: Schwäbes Vertrag in Köln, der bis 2027 datiert ist, wurde damals von Christian Nerlinger ausgehandelt. Heißt: Neblung würde ein weiteres Jahr leer ausgehen, sollte im Sommer nichts passieren. Das passt dem Berater offenbar gar nicht, der deshalb schon mal bei der Konkurrenz vorfühlt. 

Der FC selbst will im Sommer gar kein Torwart-Thema aufmachen, verspürt bei der Personalie aber auch keinen Druck. Schwäbe selbst hatte nach der Pleite in München noch die Tür für Gespräche aufgemacht, indem er sagte: „Grundsätzlich fühle ich mich sehr wohl und ich kann mir definitiv vorstellen, noch länger zu bleiben. Wann der Zeitpunkt für Gespräche kommt, werden wir sehen.“

Neben Schwäbe und Said El Mala, der weiter heftig von diversen englischen Klubs umworben wird und sich dem Vernehmen nach schon von der Mannschaft verabschiedet hat, droht auch der Verlust der dritten großen Säule der Saison.

Denn offenbar hat Jakub Kaminski nach seiner starken Saison Morgenluft gewittert. Der Pole ist demnach jetzt schon bereit, den nächsten Schritt zu gehen, und liebäugelt wohl mit einem Wechsel in die Premier League. Das Problem ist, dem FC sind in diesem Fall die Hände gebunden.

Kessler aktivierte zwar fristgerecht die Kaufoption für den Polen, doch in seinem neuen Köln-Vertrag (bis 2029) wurde eine fixe Ausstiegsklausel von über 20 Millionen Euro verankert. Sollte ein Klub kommen und die Summe auf den Tisch legen, müsste man den Angreifer ziehen lassen.

Der FC dürfte sich in diesem Fall immerhin über ein sattes Trostpflaster von knapp 15 Millionen Euro Plus freuen. Das letzte Wort ist aber, wie auch im Fall Schwäbe, noch nicht gesprochen.

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