Abo

+++ LIVE +++ Handball-EM Deutsches Dänen-Trauma geht weiter: DHB-Team verliert Finale

+++ LIVE +++ Handball-EM Deutsches Dänen-Trauma geht weiter: DHB-Team verliert Finale

Mario Basler„Fürs Dschungelcamp war ich wohl zu teuer“

Ein Mann und eine Frau stehen auf einer Tanzfläche, der Mann streckt dem Publikum die Zunge heraus.

In der Tanzshow „Stepping out“ (2015) trat Mario Basler mit Lebensgefährtin Doris Büld an. In seinem neuen Programm „Basler ballert“ steht er allein auf der Bühne

Kicker-Legende Mario Basler verdient als TV-Star Millionen – uns hat er erzählt, warum er noch nie im RTL-Dschungel war und welche Pläne er  hat.

Vor gut 20 Jahren war Schluss mit dem Profi-Fußball. Doch im Gegensatz zu Kollegen, die sich danach zudröhnen oder durch unkluge Bank-Deals ins Abseits kicken, avancierte „Querulant“ Mario Basler (57) im Zweitleben zum finanzstarken „TV-Stürmer“ (geschätztes Vermögen: 15 Mio Euro).

Am 20. Februar feiert „Super-Mario“ seine Schauspiel-Premiere in der ARD-Telenovela „Sturm der Liebe“. Viel Rummel um eine kleine Rolle. Wie immer!

Mario Basler: Soloprogramm und bald bei „The 50“

Der Mann bleibt sich treu, mit allen Macken. Das ist vielleicht auch das Geheimnis seines Erfolgs, auch in der ARD-Soap. Mal ehrlich: Welcher Schauspieler tritt schon unter eigenem Namen an? „Ich spiele mich selbst, bin ein Talent-Scout, der einen Spieler entdeckt“, sagt er im Gespräch mit dem EXPRESS. Alle TV-Sender sollten aufhorchen: „Hat Spaß gemacht. Das würde ich sofort wiederholen, darf auch ruhig etwas Längeres sein.“ Das Schlitzohr linst gern nach dem nächsten gut bezahlten Job. Motto: Geld stinkt nicht!

Trash-Shows wie „Sommerhaus der Stars“, „Promi Big Brother“, „Lucky Stars“ aufmischen? Kann er. Fürs Rumpöbeln wie in „Stepping out“ („Was soll ein Mann denken, der 'ne hübsche Frau sieht? Vögeln!“) wird der Ex-Nationalspieler gebucht. „Das sind Shows, die schaue ich mir auch selbst an. Da könnte ich immer wieder mitmachen, auch bei zwei, drei anderen. Da kann man in 14 Tagen gut noch etwas nebenbei verdienen“, so der TV-Terminator, der im Frühjahr natürlich mit von der Partie bei der neuen Show „The 50“ ist.

Kein Reality-TV (abgesehen von Fummel-Shows) ohne Super-Mario. Aber warum sah man ihn noch nie im „Dschungelcamp“, der Mutter aller Trash-Shows? „Ach, die haben früher immer wieder angefragt, in den vergangenen Jahren weniger. Ich glaube, dass ich denen zu teuer bin. Andererseits: Wenn ich sehe, was da mittlerweile schon bezahlt wird, dann lag ich früher ja gar nicht so weit weg mit meinen Forderungen“, schmunzelt der Finanzfuchs. Dennoch käme das Camp heute für ihn nicht mehr in Frage. „Weder was Gescheites zu essen noch zu trinken, das wäre nichts für mich.“

Ein älterer Mann mit Stirnglatze und Polohemd unterhält sich mit einem jungen, braunhaarigen Mann im T-Shirt. Im Hintergrund schauen zwei Jugendliche neugierig drein.

Mario Basler (rechts) spielt in der ARD-Soap „Sturm der Liebe“ einen Talentscout. Hier ist er mit Aurel Klug zu sehen, der den Seriencharakter Leo mimt.

Und bei der Dschungelration von fünf Zigaretten pro Tag würde er, der sich selbst zur aktiven Fußballzeit die Fluppen nicht verbieten ließ, vermutlich schnell grantig werden. „Ich rauche noch immer sehr gerne. So 20 am Tag, in Gesellschaft auch mal 30. Das wird sich auch nicht ändern. Es gibt keine Gründe dafür.“ Er sei, was Gesundheitschecks angehe, „wohl immer noch noch ein biologisches Wunder“, legt der Pfälzer mit rauchgeschwängerter Stimme nach und gesteht: „Ich hab 2005 mit dem Fußball aufgehört. Seitdem bin ich weder Joggen gegangen, noch habe ich je wieder ein Fitnessstudio von innen gesehen. Also, ich mache gar nichts.“

Auch interessant: Mario Basler auf Tour – was der Kult-Fußballer auspackt

Aber im Grunde fühle er sich einfach wohl in seiner Haut. Könnte das auch am gut gepolsterten Bankkonto liegen? „Klar, ich verdiene sehr gut. Dass ich 20 Jahre nach dem Fußball noch viel unterwegs bin, sieht man ja an meinem Terminkalender. Ich muss mir keine Gedanken übers Geld machen.“ Er habe aber auch keine ausgefallenen Wünsche. Im Gegenteil: Er versuche, alles auszuschließen, was gefährlich sein könnte – Ballonfahrten oder Bungeespringen zum Beispiel, „weil, wie gesagt, mein Leben einfach zu schön ist“. Und das ist es, was die Fans hören wollen.

Super-Mario, einer wie sie, der das Leben nur etwas mehr genießt und keine Angst hätte, dem Chef die Meinung zu geigen. Baslers Resümee zu allen Trainerbeleidigungen seines Lebens: „Ich muss und werde mich für nichts entschuldigen. Das hab ich höchstens bei der ein oder anderen Frau in meinem Leben getan – aber nicht bei männlichen Personen.“ Seine Fans zieht er mit solchen Sprüchen seit sieben Jahren in die Ein-Mann-Show „Basler ballert“– damit gastiert er auch im Rheinland, zum Beispiel an diesen Terminen:

  1. Leverkusen: 6. März im Scala-Club (20 Uhr)
  2. Bonn: 7. März im Pantheon Theater (20 Uhr)
  3. Köln: 9. März in der Volksbühne am Rudolfplatz (19.30 Uhr)
  4. Euskirchen: 11. März im Stadttheater (20 Uhr)
  5. Krefeld: 19. März in der Kulturfabrik (20 Uhr)
  6. Düsseldorf: 15. April im Capitol Theater

„Das sind immer zwei launige Stunden mit ganz viele Geschichten aus meinem Fußballleben, Interaktion mit dem Publikum. Ich habe nie ein Blatt vor den Mund genommen – auch beim aktuellen Fußball. Das wissen die Leute.“ Aber gibt es nicht doch noch ein hehres Ziel im Leben? Trainer der Frauen-Nationalelf? Basler lacht: „Nein, das könnte ich mir nicht vorstellen. Ich habe schon mal das ein oder andere Spiel bei einer Welt- oder Europameisterschaft gesehen, aber noch nie ein Frauen-Bundesliga-Spiel. Dafür gibt es zu viel Männerfußball in meinem Leben.“ Darf man das heute noch sagen? Eigentlich nicht. Es sei denn, man heißt Mario Basler!

Sportler in Trash-Shows: Dschungelkönig wurde noch keiner

Ekel statt Körperkraft, Mangelernährung, Selbstüberschätzung. Kein Sportler schnappte sich je die Dschungelkrone. 2004 trat Ex-Hochspringer Carlo Thränhardt als erster Sportler an – und war als Erster draußen. Besser erging es Kicker Jimmy Hartwig, der es fast ins Finale schaffte. Auf der Erfolgswelle schwamm Schwimmer Thomas Rupprath 2007 (Platz 3). Eiskunstläufer Norbert Schramm flog 2009 schnell aus der Kurve.

Kicker im Camp: Faultier Ailton glänzte 2012 eher mit dummen Kommentaren als mit sportlichem Ehrgeiz (Platz 6). Thorsten Legat schoss sich 2016 mit Kultsprüchen bis ins Finale. „Icke“ Häßler ging 2017 wegen der Kohle ins Ekelcamp. Immerhin: Platz 4. Ansgar Brinkmann konnte 2018 gar nicht punkten. Im Gegensatz zu Bob-Olympiasiegerin Sandra Kiriasis 2019 (Platz 4). Sven Ottke boxte sich 2020 als erster Sportler auf Platz 2. Auch Fußballer David Odonkor zog 2024 bis zum Finale durch. Zehnkämpfer Jürgen Hingsen war 2025 sofort raus.

Max Suhr und Claudia Obert haben Dschungel-Kandidatin Eva Benetatou (nicht auf dem Foto) in den australischen Dschungel begleitet. Nun reisten sie vorzeitig ab.

Dschungel-Schock

Claudia Obert wegen familiären Notfalls abgereist