Borussia Dortmund ist im Meisterrennen plötzlich nur noch sechs Punkte von den Bayern entfernt. Nico Schlotterbeck ließ sich deshalb zu einer Ansage hinreißen. Mario Basler wird daraufhin deutlich.
„Ob er die großen Eier hat“Basler knöpft sich BVB-Profi vor

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Fußball-Experte Mario Basler hat sich in seinem Podcast „Basler ballert“ die frisch formulierten Meisterträume aus Dortmund vorgeknöpft.
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Fußball-Experte Mario Basler knöpft sich in seinem Podcast „Basler ballert“ die frisch formulierten Meisterträume aus Dortmund vor – und nimmt sich insbesondere einen BVB-Profi zur Brust!
Nachdem der deutsche Rekordmeister zuletzt mit nur einem Punkt aus den letzten beiden Partien ein paar Federn gelassen hat, konnte der BVB seinen Siegeszug fortsetzen.
Mario Basler: „Jetzt traut sich auch der Herr Schlotterbeck“
Eine Bestandsaufnahme, die BVB-Profi Nico Schlotterbeck am vergangenen Spieltag zu einer extrem ehrgeizigen Kampfansage verleiten ließ.
„Jetzt sind es sechs Punkte und die Bayern kommen noch zu uns. Wir probieren, da zu sein. Wir müssen langsam mal den Anspruch haben, den Fans zu sagen, wir wollen deutscher Meister werden“, sagte Schlotterbeck nach dem äußerst knappen 3:2-Erfolg in Heidenheim mutig.
Mario Basler hätte sich eine solche Meister-Ansage allerdings zu einem ganz anderen Zeitpunkt gewünscht: „Jetzt traut sich auch der Herr Schlotterbeck zu sagen: ‚Wir wollen Meister werden.‘ Nachdem man jetzt von elf auf sechs Punkte Rückstand dran gekommen ist“, moniert Basler.
Der verringerte Tabellenabstand habe schließlich nichts damit zu tun, dass Dortmund aktuell so gut sei. „Sondern weil Bayern einfach die letzten zwei Spiele vergeigt hat“, so Basler weiter.
Der 57-Jährige kritisiert offen: „Das würde ich mir von Dortmund mal vor der Saison wünschen, zu sagen: ‚Wir wollen deutscher Meister werden.‘“ Doch stattdessen befürchtet Basler zur kommenden Saison wieder eine Rückkehr in zaghafte Prognosen aus Dortmund: „Dann heißt es wieder: ‚Wir wollen die Champions-League-Plätze.‘“
Am 28. Februar trifft Borussia Dortmund auf den FC Bayern München. Offen ist, welche Bedeutung die Partie in der Bundesliga-Tabelle haben wird. Aktuell sind die Bayern Spitzenreiter, der BVB mit sechs Punkten Abstand auf Rang zwei. Basler frech: „Dann gucken wir mal, ob der Herr Schlotterbeck die großen Eier hat, zu sagen: ‚Wir wollen gegen Bayern gewinnen.‘“
Dass sich der Abstand zwischen den Teams bis dahin sogar noch verringern könnte, will Basler gar nicht ausschließen. Schließlich spiele der BVB am kommenden Spieltag erst einmal gegen kriselnde Wolfsburger. Der FC Bayern bekommt es mit der TSG Hoffenheim zu tun, die derzeit einen „Atomlauf“ erlebt, wie es Basler beschreibt.
In der Führungsetage des BVB wollte man Schlotterbecks Ansage unterdessen gar nicht erst hinterherrudern. Vor allem Sportdirektor Sebastian mahnte die Spieler zu mehr Selbstreflexion. „Das ist für mich ehrlich gesagt kein Thema“, sagte Kehl dazu. „Ich tue mich etwas schwer, nach diesem Spiel, auch nach dieser Leistung, darauf jetzt einzugehen.“
Das wusste auch Kovac. „Wir haben heute wirklich einen harten Kampf leisten müssen. Das ist auch eine Qualität, dass man solche Spiele zieht. Aber mein Blick geht erst einmal in den Rückspiegel“, sagte der BVB-Coach. „Wenn was übrig bleibt, komme ich gerne mit.“



