Bis in die Schlussphase hinein sieht Freiburgs Ausgangslage gut aus. Dann trifft Braga noch ein zweites Mal. Der SC steht im Rückspiel unter Druck.
Last-Minute-DramaSC Freiburg kassiert bittere Hinspiel-Pleite in Braga

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Rodrigo Zalazar (l.) und Matthias Ginter beim Spiel des SC Braga gegen den SC Freiburg.
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Dem SC Freiburg droht nach dem Aus im DFB-Pokal auch in der Europa League der Halbfinal-K.o. Die Breisgauer verloren das Hinspiel bei Sporting Braga unglücklich mit 1:2 (1:1) und gehen mit einer Hypothek in das entscheidende Wiedersehen am Donnerstag (7. Mai 2026/21 Uhr) in Freiburg. Schon in der vergangenen Woche hatte der Sport-Club gegen den VfB Stuttgart im DFB-Pokal einen Finaleinzug auf bittere Weise verspielt.
Mario Dorgeles gelang in der zweiten Minute der Nachspielzeit das Siegtor für die Gastgeber. Umso bitterer, zumal Freiburg das Spiel bis dahin weitgehend im Griff hatte.
Freiburg kassiert Pleite in der Nachspielzeit
Die Partie begann aus SC-Sicht allerdings denkbar ungünstig: Der Bundesligist geriet durch Demir Tiknaz früh in Rückstand (8.). Freiburg meldete sich dann aber rasch durch Vincenzo Grifo (16.) zurück und durfte sich noch vor der Pause bei Atubolu bedanken. Der Keeper entschärfte einen umstrittenen Foulelfmeter von Rodrigo Zalazar (45.+2).
Das Selbstvertrauen hatten sich die Freiburger zuletzt erarbeitet: Im Viertelfinale gegen Celta Vigo behauptete sich das Team von Coach Julian Schuster souverän (3:0 und 3:1). Dadurch hatten die Freiburger laut Kapitän Christian Günter „Blut geleckt“. Man wolle das Märchen „auf jeden Fall weiterschreiben“, hatte der Außenverteidiger bei RTL gesagt.
Mit Eintracht Frankfurt konnte erst ein deutsches Team den Nachfolgewettbewerb des UEFA-Cups bisher gewinnen. Für Freiburg ist bereits das Halbfinale historisch – insbesondere für Stürmer Igor Matanovic ist es laut eigener Aussage „das größte Spiel meiner Karriere“. Der Torjäger meinte, er verspüre eine „gesunde Nervosität“.
Auf dem Platz zeigte sich jedoch zunächst ein anderes Bild, denn Freiburgs Defensive wurde früh unter Druck gesetzt. Braga hatte sich in einem furiosen Rückspiel bei Betis Sevilla qualifiziert und knüpfte an diese Leistung an. Pau Victor verpasste die Führung noch (5.), doch nur drei Minuten später jubelte Tiknaz.
Freiburgs Antwort folgte prompt. Dabei profitierten die Gäste von einem Missverständnis im Aufbauspiel. Jan-Niklas Beste fand den mitgelaufenen Grifo, der Braga den ersten von zwei Dämpfern zufügte. Keine zehn Minuten danach musste auch noch Kapitän Ricardo Horta angeschlagen vom Feld.
Der Sport-Club leistete sich trotz der Unterstützung von gut 2.000 mitgereisten Fans verhältnismäßig viele Fehler im Passspiel und schaffte es nur selten, Akzente zu setzen. Aber auch Freiburgs Keeper Noah Atubolu wurde nach dem frühen Gegentor kaum geprüft. Als der 23-Jährige jedoch im Fokus stand, war er zur Stelle und parierte kurz vor dem Seitenwechsel einen Elfmeter gegen den früheren Bundesliga-Profi Rodrigo Zalazar.
Auch nach Wiederbeginn taten sich beide Mannschaften schwer. Immer wieder wurde die Spieleröffnung unterbunden, immer wieder fehlte die letzte Konsequenz. Die beste Chance vergab Freiburgs Eggestein nach etwas mehr als einer Stunde. (dpa)
