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Letzter WM-Held von 1954 Deutscher Fußball trauert um Horst Eckel (†89)

Horst Eckel sitzt mit einem alten Fußball im Stadion.

Die Fußballwelt trauert um einen ihrer Helden: 54er-Weltmeister Horst Eckel, hier am 6. März 2020 im Kölner Rhein-Energie-Stadion, ist tot.

Der deutsche Fußball trauert um den letzten überlebenden Weltmeister von 1954, Horst Eckel. Der frühere Nationalspieler starb im Alter von 89 Jahren, wie der DFB vermeldete.

Er war der letzte noch lebende deutsche Weltmeister des „Wunder von Bern“ 1954, jetzt trauert Fußball-Deutschland um Horst Eckel. Der DFB informierte am Freitag (3. Dezember 2021) über den Tod des langjährigen Profis des 1. FC Kaiserslautern im Alter von 89 Jahren.

Eckel hatte 1954 mit der DFB-Auswahl in Bern den ersten WM-Titel für Deutschland errungen, er stand dabei in allen sechs Turnierspielen über die volle Spielzeit als Mittelfeldspieler auf dem Platz. Eckel hinterlässt seine Ehefrau Hannelore sowie die beiden Töchter Susanne und Dagmar.

Horst Eckel jüngster Spieler bei Deutschlands WM-Wunder von Bern 1954

Die Ikone des 1. FC Kaiserslautern, der mit seinen vier Klubkollegen Fritz Walter, Ottmar Walter, Werner Kohlmeyer und Werner Liebrich den FCK-Block der deutschen WM-Elf bildete, war der jüngste Spieler in der Mannschaft von Trainer Sepp Herberger. Beim WM-Triumph war Eckel 22 Jahre jung.

Eckel spielte zwischen 1952 und 1958 insgesamt 32-mal für die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Aufgrund seiner schlanken Statur und seiner Laufstärke erhielt der in Vogelbach nahe Kaiserslautern geborene Außenläufer den Spitznamen „Windhund“. Mit den Roten Teufeln, für die er 213 Spiele absolvierte (64 Tore) wurde Eckel zweimal deutscher Meister (1951 und 1953).

Große Feier zum 90. Geburtstag sollte Horst Eckel ehren

Ursprünglich war für Februar des kommenden Jahres eine große Feier zum 90. Geburtstag geplant – mit allem, was Rang und Namen hat im Fußball. An dem Jubilar, der sich von einem Sturz in der Weihnachtszeit 2020, dem Krankenhausaufenthalt und der Reha sowie einer Hüft-OP im Oktober gut erholt hatte, hätte es eigentlich nicht scheitern sollen. Woran Eckel am Freitag (3. Dezember) starb, ist bislang nicht bekannt.

Zuletzt hatte Eckel, dem der Absturz des FCK in die 3. Liga schwer zusetzte, nach dem Tod von Hans Schäfer im November 2017 öffentlich an den Triumph zurückgedacht. „Jetzt bin ich der letzte der Mannschaft, und ich vermisse meine Kameraden“, sagte Eckel damals. 

Eckel, der auf dem Betzenberg gemeinsam mit den anderen FCK-Weltmeistern in einem Bronze-Denkmal verewigt ist, blickte immer mit großer Dankbarkeit zurück. „Wenn ich irgendwohin komme, heißt es immer, dass der Weltmeister kommt“, erzählte er immer gerne: „Die Leute wissen das noch, das haben die nicht vergessen. Und das macht mich immer noch ein bisschen stolz.“ (sid/bc)

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