Martin Petersen steht nach seinem Auftritt beim Bundesliga-Spiel zwischen Borussia Mönchengladbach und der SV Elversberg in der Kritik.
„Mimosenhaftes Verhalten“Harte Kritik an Bundesliga-Schiri: Sperre gefordert

Bundesliga-Schiedsrichter Martin Petersen (41) steht wegen gleich mehrerer kritischer Entscheidungen beim Spiel zwischen Borussia Mönchengladbach und der SV Elversberg (3:4) in der Kritik.
Der Unparteiische hatte im Duell des 2. Spieltags am Samstag (5. September 2026) zu Unrecht das zwischenzeitliche 2:1 für Gladbach nicht aberkannt und anschließend Gästetrainer Vincent Wagner (40) wegen Meckerns zweimal Gelb – und damit Gelb-Rot – gezeigt. Mehrere ehemalige Nationalspieler haben kein Verständnis für den Auftritt.
Elversberg-Trainer rechnet nicht mit Freispruch nach Schiri-Ärger
Dass Petersen vom cleveren, schnell ausgeführten Einwurf von Tim Kleindienst (31) überrumpelt wurde, obwohl eigentlich Elversberg hätte einwerfen dürfen, lässt sich ihm im Eifer des Gefechts nachsehen. Dass er Wagner dann aber nach einer berechtigten Verwarnung mit einer extrem kleinlichen zweiten Gelben Karte vom Platz stellte, wirkte extrem unsouverän.
Petersen stellte sich nach dem Spiel den Medien. Dabei erklärte er, die Ampelkarte habe Wagner kassiert, „weil er in meine Richtung geht. Er hat mich zwar nicht konfrontiert, aber er läuft in meine Richtung, und das ist eine Unsportlichkeit.“
Als DAZN diese Aussage einspielte, musste Experte Michael Ballack (49) in der Übertragung ungläubig lachen, beklagte sich dann über das „mimosenhafte Verhalten“ des Referees. Der frühere DFB-Kapitän vermisste Fingerspitzengefühl und vermutete: „Wenn es ein großer Trainer gewesen wäre, hätte er das wahrscheinlich nicht gemacht.“
Diese Theorie hatte zuvor auch schon SVE-Trainer Wagner geäußert. Ob Petersen exakt dasselbe Strafmaß auch bei Bundesliga-Größen wie Vincent Kompany (40) oder Niko Kovac (54) angewandt hätte, blieb aber logischerweise Spekulation.
Beim Gladbach-Einwurf, der alles erst ins Rollen gebracht hatte, gestand Petersen seinen Fehler ein. „Ich habe da leider falsch entschieden“, sagte der Schiedsrichter. Die Tatsachenentscheidung der Gelb-Roten Karte gegen Wagner – inklusive einem Spiel Sperre – dürfte aber dennoch nicht nachträglich angetastet werden.
„Ich rechne nicht damit, dass ich an der Seitenlinie stehe, wahrscheinlich sind die Chancen 80:20 dagegen“, sagte Wagner dem ZDF mit Blick auf das Kracher-Heimspiel gegen den FC Bayern. Einen anderen Ausgang würde sich Ex-Nationalspieler Patrick Helmes (42) wünschen.
Der Sky-Experte forderte gar, die Strafe müsse stattdessen auf den Schiedsrichter übergehen. „Wagner Freispruch! Schiedsrichter eine Woche Pause!“, kommentierte der einstige Torjäger das Petersen-Interview kurz und knapp bei Instagram.
