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Wilder JubelStürmer zieht bei HSV-Debakel alle Pfiffe auf sich

Ransford Königsdörffer jubelt nach seinem Tor in Hamburg

Copyright: IMAGO/Oliver Ruhnke

Sorgte nach seinem Treffer zum 5:0 für ein großes Pfeifkonzert in Hamburg: Ransford Königsdörffer

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Ausgerechnet ein Ex-Hamburger trifft zum 5:0 in der Nachspielzeit – und feiert ausgelassen vor dem HSV-Block.

Das dürfte beim Hamburger SV besonders wehgetan haben: Ausgerechnet Ransford Königsdörffer hat dem Heim-Debakel gegen den FSV Mainz 05 die Krone aufgesetzt!

In der ersten Minute der Nachspielzeit traf der Ex-Hamburger zum 5:0 für die Gäste – und feierte seinen Treffer anschließend mit wilden Gesten vor der HSV‑Fankurve. Unter anderem hielt sich der Mainzer die Hände hinter die Ohren, nach dem Motto: „Was sagt ihr jetzt?“

Königsdörffer macht HSV-Debakel perfekt

Ob die Reaktion des 24-Jährigen eine Antwort auf die Pfiffe bei seiner Einwechslung war, ist nicht bestätigt. Trotzdem fand HSV-Kapitän Nicolai Remberg deutliche Worte zu der Szene.

„Jeder weiß, dass wir uns richtig gut verstehen. Aber ich bin Kapitän vom HSV, wenn er hier vor den Fans so jubelt, dann ist es meine Aufgabe, da einfach hinzugehen. Das finde ich nicht korrekt“, sagte der Hamburger. „Ich weiß nicht, ob die Fans so laut gepfiffen haben, als er reinkam.“

Gleichzeitig betonte der HSV-Profi, dass der Vorfall nichts an seiner persönlichen Beziehung zu Königsdörffer ändere: „Ich mag ihn menschlich, es ist alles okay, aber ich werde ihm auch sagen, dass ich das nicht so cool finde.“

Nach Königsdörffers Jubelarie war es zur Rudelbildung an der Seitenlinie gekommen. Auch Mainz-Spieler von der Bank mischten sich ein. Torschütze Sheraldo Becker holte sich so nach seiner Auswechslung noch die Gelbe Karte ab.

Sportlich war die Partie zu diesem Zeitpunkt längst entschieden. Becker (20. Minute) und Phillipp Mwene (42.) hatten Mainz bereits vor der Pause mit 2:0 in Führung gebracht. Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Mainzer durch Phillip Tietz (48.) umgehend. Der Stürmer legte in der 83. Minute sogar noch einmal nach.

Dann kam Königsdörffer! In der Nachspielzeit nutzte der Angreifer die nächste Schwäche der Hamburger und machte das Mainzer Schützenfest perfekt. Anschließend lief der Torschütze in Richtung HSV-Fankurve und ließ seiner Freude freien Lauf. Eine Szene, die bei den Heimfans für zusätzlichen Zündstoff sorgen dürfte.

HSV wirkt gegen Mainz erschrckend schwach

Der HSV erlebte vor 57.000 Zuschauern einen Nachmittag zum Vergessen. Die Mannschaft von Trainer Merlin Polzin leistete sich zu viele Fehler und wirkte phasenweise erschreckend schwach. Mainz trat dagegen reifer und eingespielter auf und nutzte die eklatanten Lücken beinahe mühelos aus.

Auch der nach der Pause eingewechselte Rückkehrer Fábio Vieira konnte die Wende nicht einleiten. Für Hamburg war es die zweite Niederlage im zweiten Spiel. Der Traditionsklub findet sich damit vorerst am Tabellenende wieder.

Mainz hat dagegen einen gelungenen Saisonstart hingelegt. Nach dem 5:0 in Hamburg stehen für die Mannschaft von Trainer Urs Fischer vier Punkte aus den ersten beiden Spielen zu Buche. (mit dpa)

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