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„Grobe Unsportlichkeit!“Wutrede: Hamann würde Gladbach-Star sperren

Didi Hamann als Experte.

Copyright: IMAGO/Jan Huebner

Didi Hamann war mächtig sauer auf Tim Kleindienst.

Ein nicht regelkonformes Tor für die Gladbacher bringt TV-Experte Didi Hamann auf die Palme. Er nimmt sich Stürmer Tim Kleindienst mit scharfen Worten vor.

Das war eine hitzige Debatte! Dietmar Hamann hat sich Tim Kleindienst, den Stürmer von Borussia Mönchengladbach, ordentlich vorgekmöpft.

Im Anschluss an die schmerzhafte 3:4-Niederlage der Gladbacher gegen den SV Elversberg beschuldigte er den Spieler einer „groben Unsportlichkeit“ und geriet dabei sichtlich außer sich.

Hamann kontert Regel-Experten: „Das ist nicht clever!“

Worum ging es genau? In der 44. Minute hatte Kleindienst den Ball in der Elversberger Hälfte schnell eingeworfen, woraufhin Hugo Bolin das Tor zum 2:1 erzielte. Der Knackpunkt: Der Stürmer selbst war zuvor als Letzter am Ball, bevor dieser die Linie überquerte. Korrekt wäre ein Einwurf für den SV Elversberg gewesen, doch die Aktion lief ohne Unterbrechung weiter. Das berichtet „SPORT1“.

Schiedsrichter-Experte Patrick Ittrich bewertete die Kleindienst-Aktion bei Sky als „unfassbar clever“ – und Hamann ging an die Decke! Er fiel Ittrich direkt ins Wort: „Patrick, Patrick, Patrick, Patrick! Da muss ich dir jetzt was sagen. Das hat mit clever nichts zu tun. Das ist eine Unsportlichkeit!“

Aber Hamann war damit noch lange nicht durch, auch als Ittrich seine Meinung beibehielt. „Nein. Das ist nicht clever. Das ist eine Unsportlichkeit. Schlimmstenfalls eine grobe Unsportlichkeit“, polterte der 53-Jährige weiter.

Er warf Kleindienst vor, bewusst gehandelt zu haben und bezeichnete den Treffer als einen „Witz“. Für Kleindienst würde er sich Konsequenzen wünschen: „Ich weiß nicht, ob er den für sowas sperren kann.“ Das Regelbuch sieht für solche Fälle laut Ittrich aber keine Sperre vor.

Für den Coach des SVE, Vincent Wagner, gab es aber durchaus Konsequenzen. Wegen seiner Beschwerden bei Referee Martin Petersen wurde er des Feldes verwiesen.

Genützt hat der kontroverse Treffer den Gladbachern am Ende aber nichts. Einen 3:1-Vorsprung gaben sie noch aus der Hand und mussten sich mit 3:4 geschlagen geben. Die Bewertung der Leistung der Borussia durch Hamann war entsprechend niederschmetternd: „Gladbach war ja wie ein Boxer in den Seilen, in der 12. Runde. Da hat ja gar keiner mehr angegriffen. Absolut auseinandergefallen.“ (red)

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