Steffen Baumgart muss seinen Posten bei Union Berlin räumen, Skeptiker wie Mario Basler sehen sich in ihren anfänglichen Zweifeln bestätigt.
Häme nach Aus bei UnionMario Basler spekuliert über nächste Baumgart-Station

Ist Steffen Baumgart (54) nach seinem Aus bei Union Berlin in der Bundesliga erst mal verbrannt? In der Hauptstadt holte sich der Trainer schon die zweite blutige Nase in Folge ab, zuvor scheiterte bereits seine Aufstiegs-Mission beim Hamburger SV.
Was beide Stationen besonders machte: Baumgart kam nicht nur als Angestellter, sondern auch als Fan. Der HSV war schon in jungen Jahren sein Lieblingsverein, mit Union verband ihn durch Spielerzeiten und eine Wohnung in der Nähe des Stadions an der Alten Försterei eine besondere Beziehung. Seine Frau arbeitete sogar im Fanshop des Klubs.
Mario Basler in Richtung Horst Heldt: „Hut ab“
Weil Baumgart zuvor auch seine intensive Bindung zum 1. FC Köln nach den zweieinhalb Jahren am Geißbockheim bekundet hatte, war der Wechsel zu Union bereits von einigen Experten mit einem Stirnrunzeln begleitet worden.
„Innerhalb kürzester Zeit der dritte absolute Herzensverein für Steffen Baumgart. Das geht ja recht fix …“, hatte Sky-Kommentator Frank Buschmann (61) zu Beginn des Jahres 2025 mit spitzem Unterton gesagt und gezweifelt: „Ich weiß nicht, ob das irgendwann noch ankommt. Bei Fans, bei Spielern.“
Mario Basler (57) schlug später in eine ähnliche Kerbe und sagte mit Blick auf mögliche Stationen nach Union: „Viele Traumvereine hat er jetzt nicht mehr …“
Den Faden nahm der frühere Nationalspieler in seinem Podcast „Basler ballert“ nach der Entlassung in Berlin nun wieder auf, kommentierte das Aus für Baumgart am Montag (13. April 2026) spöttisch: „Eigentlich gibt es für Steffen Baumgart jetzt in der Bundesliga keinen Verein mehr, weil seine drei Herzensvereine, Wunschvereine, Traumvereine, die hat er trainiert.“

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Steffen Baumgart muss bei Union Berlin seine Sachen packen.
Weil Baumgart als Profi auch beim VfL Wolfsburg unter Vertrag gestanden hatte, brachte Basler die akut abstiegsbedrohten Wölfe gleich mal als kommenden Arbeitgeber ins Gespräch. „Also da haben wir doch schon den nächsten Verein“, sagte er abschließend.
Bei Nachfolgerin Marie-Louise Eta (34) war Basler zwar noch skeptisch, fand den Schritt grundsätzlich allerdings interessant und bekannte: „Bei Horst (Sport-Boss Horst Heldt, Anm. d. Red.) muss ich sagen: Hut ab, dass er sich das traut, dass er das gemacht hat.“
