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Bezeichnender TransferKölner Derby-Held vor Rückkehr zum Ex-Verein

Als Eigengewächs konnte sich Elvis Rexhbecaj beim VfL Wolfsburg nicht durchsetzen, jetzt steht der Mittelfeldspieler vor einer Rückkehr. Beim FC Augsburg ist er schon länger kein Stammspieler mehr.

Wer es böse mit dem VfL Wolfsburg meint, könnte dieses Gerücht als bezeichnend für den Niedergang des akut abstiegsbedrohten Auto-Klubs einordnen …

Mehrmals war der bei den Wölfen ausgebildete Elvis Rexhbecaj (28) nicht gut genug für einen Verbleib, wurde zweimal verliehen und schließlich verkauft. Nachdem der kosovarische Nationalspieler nun als Ersatzmann beim FC Augsburg keinen neuen Vertrag erhält, rückt er in Wolfsburg für eine Rückkehr ins Visier.

Rexjbecaj als Gegenentwurf zum Wolfsburger Chaos-Kader

Wie der „Kicker“ am Montag (13. April 2026) berichtet, steht Rexhbecaj unmittelbar vor einem Wechsel zu jenem Verein, bei dem er mehrere Jugendmannschaften durchlief und 2018 als Profi debütierte.

32 Spiele bestritt er insgesamt für die Niedersachsen, ehe es erst per Leihe zum 1. FC Köln und zum VfL Bochum ging, dann 2022 für 1,7 Millionen Euro Ablöse fix nach Augsburg. In Köln blieb er als Derby-Held in Erinnerung: Er schoss im Geisterspiel Anfang 2021 beide Treffer beim 2:1-Sieg bei Borussia Mönchengladbach.

Heldenstatus wird Rexhbecaj in Augsburg nicht mehr erlangen, die Entscheidung zur Trennung mit Ablauf des Vertrages im Sommer gilt als beschlossene Sache. Interessierte Vereine am Ablösefrei-Transfer wurden schon länger gehandelt, Gerüchte gab es etwa um Borussia Mönchengladbach.

In 116 Pflichtspielen war ihm kämpferisch niemals etwas vorzuwerfen, spielerisch stieß Rexhbecaj beim FCA allerdings an Grenzen und pendelte in der laufenden Saison zwischen Startelf und Ersatzbank. In den 17 Spielen seit dem Trainerwechsel von Sandro Wagner (38) zu Manuel Baum (46) stand er nur fünfmal in der Startformation.

Elvis Rexhbecaj reckt auf der Ersatzbank den Daumen nach oben.

Copyright: IMAGO / kolbert-press

Elvis Rexhbecaj kommt beim FC Augsburg häufig nicht über die Rolle des Einwechselspielers hinaus. Jetzt steht der Wechsel nach Wolfsburg bevor.

Positiver formuliert könnte Rexhbecaj in Wolfsburg aber auch eines der Gesichter des unvermeidlichen Neuanfangs sein, in der Bundesliga oder beim immer akuter drohenden Abstieg in Liga zwei.

Für beide Fälle soll sich der Sohn des VfL-Platzwarts bereits zu seinem Ausbildungsverein bekannt haben. Er würde mit Leidenschaft und mustergültiger Professionalität auch als Gegenentwurf zu vielen Profis im aktuellen Wolfsburger Chaos-Kader taugen.

Mit den richtigen Kollegen um ihn herum könnte Rexhbecaj seine Stärken durchaus zur Geltung bringen – ligaunabhängig. Klar ist aber auch: Dass sich die Verantwortlichen um Sportdirektor Pirmin Schwegler (39) derart um ihn bemühen, macht deutlich, dass die Zeiten der teuren Stars und internationalen Ambitionen am Mittellandkanal erst mal vorüber sind.

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