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Jubel nicht im TV zu sehenWagner verrät Tor-Wette zwischen FC-Profi und Co-Trainer

Cenk Özkacar jubelt über den Sieg gegen Bremen.

Copyright: Herbert Bucco

Cenk Özkacar ließ seiner Freude über den Sieg gegen Werder Bremen freien Lauf.

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Der 1. FC Köln holte im Kampf um den Klassenerhalt einen wichtigen Sieg gegen Werder Bremen. Cenk Özkacar schrammte dabei knapp an seinem ersten Tor und dem Gewinn einer Wette vorbei. 

Es war die vielleicht herzlichste Szene beim 3:1-Sieg des 1. FC Köln gegen Werder Bremen. Nach dem Treffer zum 2:0 durch Ragnar Ache lief Verteidiger Cenk Özkacar nicht etwa zum Jubel-Knäuel vor der Südkurve, sondern abseits der TV-Kameras im Vollsprint Richtung FC-Bank an die Seitenlinie.

Dabei sprang der Türke schnurstracks Lukas Sinkiewicz in die Arme, riss den Kölner Co-Trainer mit seinen 85 Kilo fast zu Boden. Nach der herzlichen Umarmung schnappte sich Cenk dann noch Cheftrainer René Wagner und holte sich auch dort noch mal Lob ab für die Szene bei der Ecke. Erst hier setzten dann auch die TV-Bilder bei DAZN ein.

Co-Trainer Sinkiewicz soll Verteidiger torgefährlicher machen

Bei der vorigen Ecke sprang der Kölner Verteidiger am höchsten und wuchtete seinen Kopfball an den Pfosten. Da fehlten nur Zentimeter für sein erstes Bundesliga-Tor. Doch zum Glück für den FC schaltete Ragnar Ache am schnellsten, schnappte sich den Abstauber und erzielte im zweiten Versuch sein siebtes Saisontor.

Von EXPRESS.de in den Katakomben angesprochen, wollte „Sinke“ nicht so recht raus mit der Sprache, was es mit dem Jubel auf sich hatte. Er sagte nur scherzhaft: „Vielleicht wollte er Geld von mir haben.“

Sein Chef klärte dann hinterher auf. „Sinke hat in den drei Wochen, in denen er bei uns ist, sehr viel mit den Innenverteidigern am Kopfballspiel gearbeitet. Das wurde heute belohnt“, sagte Wagner und verriet, dass die beiden eine Tor-Wette am Laufen haben.

„Ich glaube, es gibt eine Wette zwischen den beiden, wann Cenk mal ein Kopfballtor macht. Jetzt war es schon knapp. Ich hoffe, dass Cenk die Wette gewinnen wird“, sagte Wagner.

Co-Trainer Sinkiewicz arbeitet jedenfalls beharrlich daran, dass auch mal die Innenverteidiger treffen. Denn bislang sind Özkacar, Schmied, van den Berg, Simpson-Pusey und Heintz allesamt ohne Treffer. Das soll sich mit dem spezifischen Kopfball-Training vom ehemaligen Bundesliga-Spieler im Endspurt noch ändern.

Sinkiewicz war zwar selbst kein ausgewiesener Torjäger, erzielte in 76 Bundesligaspielen lediglich zwei Treffer und in 90 Zweitligapartien vier Tore. Er galt aber während seiner Zeit dennoch als Kopfball-Ungeheuer, mit dem man nur sehr ungern ins Duell ging. Diese Erfahrung will er nun an seine Schützlinge weitergeben, auch auf die Gefahr hin, dass er dann eine Wette verlieren wird.

Ragnar Ache stochert den Ball gegen Bremen ins Tor.

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