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„Es läuft gar nicht gut“Österreich vor Duell mit DFB-Frauen in der Krise

Fußball: Frauen - Training DFB-Team

Copyright: Daniel Löb/dpa

Lächeln, bitte: DFB-Kapitänin Giulia Gwinn und Co. sind derzeit gut drauf.

Die Stimmung im DFB-Lager ist top vor dem Spiel gegen Österreich. Eine Spielerin sorgt für Furore, während ein Star nicht vermisst wird.

Die Gelassenheit ist spürbar: Jule Brand und Carlotta Wamser reagierten total entspannt auf die Fragen zum anstehenden WM-Qualifikationsspiel. Diese Unbeschwertheit spiegelte auch die jüngsten Leistungen der deutschen Nationalelf wider. Vor der Partie am Dienstag (18.15 Uhr/ZDF) in Nürnberg gegen Österreich könnte die Atmosphäre kaum besser sein.

Bundestrainer Christian Wück baut gegen die bisher punkt- und torlose österreichische Mannschaft auf eine Mischung aus Spielfreude und eiskalter Effektivität. „Wir wollen eine Bestätigung der letzten Monate, des letzten halben Jahres“, verlangte der aus Unterfranken stammende Wück vor dem Spiel in seiner Heimat. „Wir erhoffen uns das natürlich auch gegen Österreich, weil wir den nächsten Schritt zur Weltmeisterschaft gehen wollen.“

Endemann in Topform: Wück vermisste Bayern-Star Bühl nicht

Die überzeugenden Erfolge gegen Slowenien (5:0) sowie in Norwegen (4:0) machten deutlich, welche enorme Qualität dem Trainer mittlerweile zur Verfügung steht. Besonders auf dem linken Flügel, wo Vivien Endemann vom VfL Wolfsburg für die fehlende Weltklassespielerin Klara Bühl von Bayern München mächtig Dampf machte. Die Stürmerin, die im Sommer zum FC Liverpool geht, verbuchte in den letzten beiden Partien für Deutschland sechs Scorerpunkte.

„Vivien bestätigt seit mehreren Monaten schon ihre steigende Kurve nach oben“, pries Wück, der auch im Duell mit Österreich ohne Bühl auskommen muss. Laut der Nachrichtenagentur dpa fügte der Bundestrainer eine Aussage hinzu, die es in sich hat: „Sie ist sehr erwachsen geworden. Wenn man mal ehrlich ist: Dass Klara Bühl ausgefallen ist, das hat man eigentlich nicht gemerkt.“ Was für ein Lob für Endemann.

Weitere junge Talente wie die Linksverteidigerin Franziska Kett vom FC Bayern oder die vielseitige Carlotta Wamser aus Leverkusen repräsentieren eine neue Spielerinnengeneration, die Geschwindigkeit mit Technik kombiniert. Jetzt komme es auf die Feinheiten an. „Der letzte Pass, dass wir da die beste Entscheidung treffen und dann zu mehr Torerfolgen kommen“, erklärte Wamser.

Österreich steckt tief in der Krise: „Es läuft gar nicht gut“

Während das deutsche Team vor Selbstbewusstsein nur so strotzt, herrscht beim kommenden Gegner eine massive Krise. Die Mannschaft von ÖFB-Teamchef Alexander Schriebl, der heftig in der Kritik steht, wartet noch auf den ersten Punkt und das erste Tor. „Es läuft gar nicht gut“, räumte Barbara Dunst vom FC Bayern offen ein. „Im Sport zählen Ergebnisse und die liefern wir halt einfach auch gerade nicht.“

Die Ehrfurcht vor der deutschen Auswahl ist gewaltig. Dunst erkennt bei der DFB-Auswahl „eine gewisse Lockerheit“ und attestiert ihr „eine unglaubliche Breite von Qualität“. Um gegen diese Überlegenheit zu bestehen, seien jetzt vor allem eine starke Mentalität und intensive Abwehrarbeit gefragt.

DFB-Vizepräsidentin Janina Minge sprach angesichts der zahlreichen österreichischen Spielerinnen in der deutschen Bundesliga von „Derby-Vibes“. Dennoch käme alles andere als ein deutlicher Erfolg für das deutsche Team einer Sensation gleich. Die letzten beiden Aufeinandertreffen in der Nations League gingen mit 4:1 und 6:0 an Deutschland. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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