EM-Liebling kämpferischGiulia Gwinn meldet sich nach Knie-OP aus dem Krankenbett

Giulia Gwinn mit der Nummer 15 von hinten aufgenommen.

Giulia Gwinn hat erneut einen Kreuzbandriss erlitten. Das Foto zeigt sie am 27. Juli 2022 bei der Frauen-EM in England.

Die Leidensgeschichte von Giulia Gwinn ist um ein Kapitel reicher. Die Fußball-Nationalspielerin, eines der deutschen EM-Gesichter, hat erneut einen Kreuzbandriss erlitten.

Wie es sich für eine Instagram-Queen gehört, legt Giulia Gwinn (23) auch in harten Zeiten das Handy nicht zur Seite. „Hallo meine Lieben. Ich weiß gar nicht so recht, wo ich anfangen soll“, begann die Fußball-Nationalspielerin am Montag (10. Oktober 2022) den Post, mit dem sie von ihrer schweren Verletzung berichtet. Zu diesem Zeitpunkt war Gwinn bereits am linken Knie operiert – schon wieder nach einem Kreuzbandriss.

Wie es Gwinn beim Schreiben der Zeilen an ihre knapp 500.000 Follower ging, verdeutlichte das angehängte Foto. Darauf ist die 23-Jährige, die erst 2021 mit derselben Verletzung zu kämpfen hatte, weinend nach dem verlorenen EM-Finale gegen England (1:2 n.V.) vor zehn Wochen zu sehen.

Giulia Gwinn leidet bereits zum zweiten Mal an Kreuzbandriss

„Es bricht mir das Herz, meine Mannschaft in den kommenden Monaten nicht aktiv auf dem Feld unterstützen zu können“, schrieb Gwinn auf Instagram: „Aber ich weiß ganz genau, wohin ich wieder zurück will. Ich werde euch auf die Reise mitnehmen und ein weiteres mal alles geben, um schnellstmöglich wieder bei meinem Mädels zu sein.“

Alles zum Thema Fußball-Frauen

Immerhin war der erste Schritt dahin offenbar erfolgreich. Nachdem Gwinn den Kreuzbandriss am Mittwoch (5. Oktober) im Training der Nationalmannschaft vor dem Testspiel am Freitag (7. Oktober) gegen Frankreich (2:1) erlitten hatte, ist die Operation am Sonntag nach Angaben der Außenbahnspielerin „super verlaufen“.

Am Mittwoch (12. Oktober) meldete sich Gwinn erneut aus dem Krankenbett, hielt dabei Blumen in der Hand und reckte den Daumen trotz einer massiven Schiene am linken Bein optimistisch nach oben. „First step done“, schrieb sie unter das Foto: „Der erste Schritt ist gemacht.“ Aufmunternde Worte gab es in den Kommentaren vom Account der DFB-Frauen: „Immer weiter, Giuli! Wir stehen an deiner Seite“. Hier sehen Sie den Instagram-Post von Giulia Gwinn:

Die Verletzung hatte dennoch dafür gesorgt, dass die Stimmung bei den Vize-Europameisterinnen trotz des Erfolgs bei der Neuauflage des EM-Halbfinals laut Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg (54) „getrübt“ war: „Es lässt mich nicht kalt, wenn sich eine Nationalspielerin verletzt – das vielleicht auch mit einer gewissen Konsequenz“. Nehmen Sie hier an der EXPRESS.de-Umfrage teil:

Dabei hatte Gwinn, die von der UEFA in die EM-Elf berufen wurde und die meisten Endrunden-Kilometer aller teilnehmenden Spielerinnen abspulte, große Hoffnungen in die noch junge Saison gesteckt.

Erst zu Beginn der vergangenen Woche saß sie mit Kapitänin Alexandra Popp (31) bei einer Pressekonferenz und sprach vom Anspruch an sich selbst, „dass diese Entwicklung, die wir angestoßen haben, nicht stagniert und wir mit unserem Fußball begeistern und die Leute ins Stadion holen“.

Gwinn bedankt sich auf Instagram für Untertstützung und Zuspruch

An diesem Ziel müssen nun andere arbeiten. „Das ist ein sehr harter Schlag für Giulia, und wir fühlen alle mit ihr“, sagte Bayern-Sportchefin Bianca Rech (41): „Wir werden sie bei allem so gut wir können unterstützen und wünschen ihr viel Kraft.“

Die zieht Gwinn, die sich als Fußball-Influencerin mit zahlreichen Werbepartnern nach eigenen Abgaben über einen „guten Nebenverdienst“ freuen kann, natürlich auch aus dem Netz: „Danke für eure zahlreichen liebevollen Nachrichten“, schrieb sie bereits: „Ihr gebt mir Kraft.“ (sid)