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„Ganz besonderes Spiel“Ghana-Coach Addo lebt in Düsseldorf und fiebert DFB-Duell entgegen

Ghanas Nationaltrainer Otto Addo.

Copyright: Tom Weller/dpa

Otto Addo führte Ghana zur WM 2026. (Archivbild)

Irre Hotel-Story! Addo fädelte Deutschland-Kracher beim Frühstück ein.

Die Begeisterung ist gewaltig! Das Länderspiel gegen die deutsche Elf ist für Ghanas Coach Otto Addo (50) eine Herzensangelegenheit. Die Partie am Montagabend (20.45 Uhr/ARD) in Stuttgart bedeutet für ihn weit mehr als ein gewöhnliches Vorbereitungsspiel. „Ich bin in Deutschland geboren und aufgewachsen, lebe jetzt in Düsseldorf – für mich wird das ein ganz besonderes Spiel“, erklärte der frühere Bundesliga-Spieler.

Aber wie wurde dieses Aufeinandertreffen zweier WM-Nationen überhaupt arrangiert? Die Story dahinter ist wirklich unglaublich. „Das haben wir beim Frühstück in Washington eingefädelt“, offenbarte der 50-Jährige in einem Gespräch mit der Funke-Mediengruppe, wie die „dpa“ berichtet. Während der WM-Auslosung residierte der Fußballverband Ghanas im gleichen Hotel wie die DFB-Delegation.

Spontaner Pakt mit Nagelsmann und Völler

„Als dann feststand, dass Deutschland gegen die Elfenbeinküste spielen wird, wurde ich von Julian Nagelsmann, Rudi Völler und Andreas Rettig gefragt, ob wir an einem Testspiel Interesse hätten“, zitiert man Addo. Die Zusage kam prompt – obwohl die eigene Generalprobe am Freitagabend mit einer deutlichen 1:5-Pleite gegen Österreich danebenging.

Ghana bekommt es bei der Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko in der Vorrunde mit England, Kroatien sowie Panama zu tun. Eine echte Herausforderung, aber Addo gibt sich entspannt.

Ghana liebt die Rolle des Underdogs

„Wir haben nichts zu verlieren“, unterstrich der Coach. Er ist sich bewusst: Mannschaften wie Ghana erfahren oft eine geringe Einschätzung, „und genau das kann unsere Chance sein“.

Für das Match gegen das DFB-Team hat Addo mehrere in Deutschland bekannte Spieler berufen. Zum Aufgebot gehören beispielsweise Derrick Köhn von Union Berlin sowie Jonas Adjetey vom VfL Wolfsburg.

Unerwartete Namen im Aufgebot gegen Deutschland

Ein wenig unerwartet findet sich auch Abwehrspieler Patric Pfeiffer vom Zweitligaklub Darmstadt 98 im Team wieder. „Ich freue mich für Patric, dass er sich aufgrund seiner Leistungen wieder für die Nationalmannschaft empfohlen hat“, äußerte sich Addo. Zusätzlich erhielt Angreifer Ransford Königsdörffer vom Hamburger SV eine nachträgliche Nominierung.

Abseits des Rasens bezog Addo, dessen Eltern aus Ghana kommen und der seit langer Zeit gegen Diskriminierung kämpft, klar Stellung zur Rassismus-Debatte. Eine bestimmte Ansprache hat ihn dabei besonders bewegt.

Gänsehaut-Moment: Addo feiert Kompanys Rede

Er war zutiefst ergriffen von der viel beachteten Ansprache des Bayern-Coaches Vincent Kompany, welcher nach den vermuteten rassistischen Anfeindungen gegenüber Vinícius Junior von Real Madrid eine unmissverständliche Haltung zeigte. „Die Rede war überragend“, so die lobenden Worte von Addo, der in der Spielzeit 2007/2008 gemeinsam mit Kompany für den HSV aktiv war. Kompany habe die Thematik differenziert erläutert und verdeutlicht, dass für rassistische Äußerungen jegliche Rechtfertigung fehle. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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